
COPD und Psyche
Viele Menschen mit COPD leiden nicht nur unter Atemnot, Husten und körperlicher Erschöpfung, sondern auch unter Ängsten, Niedergeschlagenheit oder sogar Depressionen. Diese psychischen Belastungen entstehen häufig aus dem Gefühl, weniger leistungsfähig zu sein oder nicht mehr aktiv am Leben teilnehmen zu können. Das Selbstwertgefühl leidet, soziale Rückzüge nehmen zu – ein Teufelskreis beginnt.
Wer körperlich aktiv bleibt und seine Gesundheit gezielt stärkt, stützt auch seine mentale Gesundheit. Bewegung, gute Ernährung und ein aktives Krankheitsmanagement können depressive Symptome mindern und das emotionale Wohlbefinden verbessern. Warum ?
- 1. Bewegung steigert das Selbstvertrauen
Regelmäßige körperliche Aktivität – angepasst an das individuelle Leistungsvermögen – kann Atemnot reduzieren, die Muskelkraft verbessern und das Körpergefühl stärken. Wer Fortschritte bemerkt, fühlt sich weniger hilflos. Dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen psychische Belastungen. - 2. Besserer Schlaf und weniger Erschöpfung
Müdigkeit und Schlafmangel sind häufige Auslöser von Reizbarkeit, Angst und depressiver Verstimmung. Körperliche Aktivität hilft, den Schlaf zu verbessern. Ein erholsamer Schlaf wiederum ist wesentlich für die Regeneration – sowohl körperlich als auch mental. - 3. Weniger Ängste durch Training der Belastbarkeit
Atemnot kann Angst auslösen – und Angst kann Atemnot verstärken. Durch gezieltes Training lernen Betroffene, mit Belastung besser umzugehen. Das baut Vertrauen in den eigenen Körper auf und reduziert Angstattacken. - 4. Soziale Teilhabe durch Aktivität
Soziale Teilhabe mit ebenfalls Betroffenen bedeutet gemeinsam an der Gesellschaft teilnehmen und sich gegenseitig unterstützen. Der Austausch mit anderen Betroffenen – zum Beispiel bei einem Spaziergang oder beim Atemtraining, in einer Selbsthilfegruppe oder in einer Lungensportgruppe – kann seelisch entlasten und Einsamkeit vorbeugen. - 5. Gesunde Routinen fördern die mentale Stabilität
Ein strukturierter Alltag mit Bewegung, Atemübungen und gesunder Ernährung schafft Verlässlichkeit. Das gibt Sicherheit und Stabilität – besonders in Zeiten, in denen COPD-Symptome zunehmen.
Die magische Kraft der Gedanken

Es gibt Menschen, denen fast alles gelingt, was sie auch immer anfassen. Und es gibt andere, die trotz aller Anstrengungen nie auf einen grünen Zweig kommen. Die einen scheinen das Glück und den Erfolg gepachtet zu haben, während die anderen unglücklich und erfolglos sind. Wieso eigentlich? Was unterscheidet die „Glückspilze“ von den „Pechvögeln“? Im Grunde nicht viel – nur dass die einen sich der Kraft ihrer Gedanken bewusst sind und sie richtig einsetzen, während die anderen nicht wissen, was sie mit Ihren Gedanken anrichten.
Schnittmuster des Lebens
Unsere Gedanken und Einstellungen wirken sich auf alle Bereiche unseres Lebens aus. Alles in unserem Leben ist Ausdruck dessen, was wir selbst mit unseren Gedanken erschaffen. Nichts geschieht, ohne dass wir es auf irgendeine Art und Weise selber mit verursacht haben. Diese simple Botschaft bedeutet, dass wir durch die Kraft der Gedanken unser Leben und unser Glück bestimmen. Unsere Gedanken sind die Schnittmuster, nach denen wir unser Leben schneidern. Mehr noch: Wir bestimmen mit unseren Gedanken nicht nur, was um und mit uns passiert, wir selbst sind die Summe unserer Gedanken. Oder wie es schon Buddha kurz und knapp ausgedrückt hat: „Wir sind, was wir denken.“
Der innere Computer
Mit unserem Gehirn und unserem Nervensystem besitzen wir einen eingebauten elektronischen Mechanismus, den wir selbst steuern können. Dieser Mechanismus arbeitet wie ein Computer. Bei der Suche nach einer Lösung kann er nur die Informationen verarbeiten, die ihm eingegeben werden. Er löst das ihm aufgegebene Problem und findet das programmierte Ziel an Hand der gespeicherten Daten. Und wenn es die falschen Daten sind, funktioniert es einfach nicht.
Was passiert, wenn wir unseren inneren persönlichen Computer mit falschen Ansichten, Ideen und Gedanken füttern? Wir werden das von uns angesteuerte Ziel kaum erreichen. Logo, oder? Was hindert uns daran, unser Gedanken in die richtige Bahn zu lenken? Wir wissen nicht, dass wir mittels unserer Gedanken unser Leben entscheidend mitgestalten. Und wir haben nicht gelernt, richtig zu denken.
Negatives Denken deprimiert
Die meisten Menschen kriechen ängstlich durchs Leben, weil sie negativ denken. Sie vermuten hinter jedem Busch einen Teufel, rechnen stets mit dem Schlimmsten und finden immer ein Haar in der Suppe. Kein Wunder, dass ihre Gefühle meist im Keller sind. Sie fühlen sich niedergeschlagen, werden depressiv und leiden unter diffusen Ängsten. Sie machen sich über alles und jeden ihre Gedanken – leider nur immer die falschen.
Das Unangenehme an negativen Gedanken ist, dass sie alles nur noch schlimmer machen, dass wir uns selber lähmen, womöglich schwermütig und krank werden. Das Fatale aber ist, dass es uns dennoch leichter fällt, negativ zu denken als positiv. Dabei ist es im Grunde genau so einfach, in die andere Richtung zu denken.
Positives Denken motiviert
Jede Situation – und sei sie noch so bitter – birgt auch Gutes. Wir können es uns manchmal vielleicht nicht vorstellen, aber es ist so. Wir müssen nur ein wenig danach suchen. Dazu müssen wir lernen umzudenken Wir müssen lernen, positiv zu denken. Das Geheimnis des positiven Denkens liegt ganz einfach darin, dass jedes Ding zwei Seiten hat – und wir uns ganz einfach für die positive Seite entscheiden. Das mag vielleicht zu simpel oder gar naiv erscheinen. Es hat jedoch einen nicht zu verachtenden Effekt: es hilft.
Wer sich zum positiven Denken entschließt, hat zwangsläufig viele Vorteile auf seiner Seite. Weil er weiß, dass er sich fühlt, wie er denkt, fühlt er sich überwiegend gut und seine Stimmung geht selten für lange Zeit in den Keller. Weil er weiß, dass er alleine bestimmt, was er denkt, schöpft er aus sich selbst die Kraft, um Unsicherheit und Angst zu überwinden, Probleme und Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Selbst Niederlagen und Misserfolge werfen ihn nicht aus der Bahn, sondern er betrachtet sie als etwas Vorübergehendes, als einen kurzfristigen Rückschlag. Und er fühlt sich dadurch erst recht angestachelt, sein Ziel zu erreichen.
Was ist „positives Denken“?
Positive Gedanken können unserem Leben eine neue Richtung geben. Positives Denken erfüllt uns mit Energie, die uns hilft, mit dem Leben und mit uns im Einklang zu leben. Dabei geht es nicht darum, die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen oder Schwierigkeiten und Schicksalsschläge schön zu reden. Wer positiv denkt, muss natürlich auch seine Probleme sehen. Es wird ihm aber viel leichter fallen, sie anzupacken und zu lösen.
Viele glauben, positives Denken bestehe darin, ausschließlich nur positive Gedanken zu haben. Kein Mensch kann das. Das Geheimnis liegt viel mehr gerade darin, dass wir uns auch den negativen Seiten des Lebens zuwenden, negative Dinge ansprechen und deren Existenz anerkennen. Dass wir aber auch und vor allem das Gute und Schöne im Leben sehen, unsere Blicke darauf richten und unsere Gedanken darauf konzentrieren.
- Positiv denken alleine ist zwar nicht die Lösung für alle Probleme, aber es ist der Schlüssel zur Entfaltung unserer Fähigkeiten. Positiv denken und danach handeln öffnet die Tür zum Erfolg.
- Wenn wir sehen, dass jede Medaille zwei Seiten hat, dann fangen wir an zu denken.
- Wenn wir unserer Gedanken von der Seite der Medaille, die uns in unserer Entwicklung stört, auf die Seite lenken, die uns weiterbringt, fangen wir an richtig zu denken.
- Wenn uns diese Art des Denkens zur Gewohnheit wird, dann ist es „echtes“ positives Denken.
Merke: Positives Denken ist bei COPD wichtig, da es die Lebensqualität verbessert und die Motivation zur Selbstfürsorge erhöht. Es hilft, Ängste und depressive Verstimmungen besser zu bewältigen und eine positive Lebenseinstellung trotz der Erkrankung zu bewahren.
Die Macht der Selbstgespräche

Hast du dich auch schon mal dabei ertappt, dass du mit dir selbst sprichst? Keine Sorge, jeder von uns führt Selbstgespräche. Und das ist überhaupt nicht ungewöhnlich oder verrückt, sondern gut und gesund. Denn das Gespräch mit uns selbst beeinflusst Körper, Geist und Seele stärker als wir glauben. Es kann nicht nur unser Selbstbild prägen, sondern auch zu mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden beitragen.
Die meisten Selbstgespräche dienen in erster Linie dazu, Eindrücke und Gedanken zu sortieren. Dadurch, dass wir aussprechen, was wir (laut oder leise) denken, werden wir aufmerksamer, hören uns quasi selbst zu und können so Probleme besser ordnen, strukturieren, angehen und dann auch lösen. Egal ob wir gerade Angst haben, traurig, wütend, begeistert oder frustriert sind, Selbstgespräche können als wichtiges Ventil dienen, um die jeweiligen Gefühle zu kanalisieren und Stress oder Aggressivität abzubauen.
Positive und negative Selbstgespräche
So wie wir denken, so sprechen wir auch mit uns. Denken wir positiv, so ist das Gespräch automatisch auch positiv und konstruktiv. Wir versichern uns selbst, dass wir es schaffen können, loben uns oder reden uns anderweitig gut zu. Damit können Ängste überwunden, die Stimmungen verbessert und Lösungen gefunden werden.
Wenn die Gedanken, die uns durch den Kopf gehen, überwiegend negativ sind, sind auch die inneren Dialoge negativ – zum Beispiel mit Sätzen wie „Das werde ich nie schaffen“ oder „Dazu bin ich zu doof“. Wer solche negativen Selbstgespräche führt, gerät schnell in einen Teufelskreis aus destruktiven Gedanken, geringem Selbstwert und frustrierenden Erlebnissen.
Deshalb sollten wir so oft wie möglich versuchen, negative Gedanken uns selbst gegenüber zu identifizieren, zu unterbrechen und durch positive Gedanken zu ersetzen. Wenn wir freundlich und liebevoll mit uns umgehen und sprechen, wird es uns nicht nur gleich viel besser gehen, sondern wir werden auch in der Lage sein, Herausforderungen besser begegnen und auch meistern zu können
Merke: Wer mit sich selbst spricht, ist noch lange kein Fall für den Seelenklempner oder die Klapsmühle. Selbstgespräche können vielmehr in vielen Situationen hilfreich und ein kraftvolles Werkzeug sein, dein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen enorm zu stärken.
Unser E-Book-Tipp:

Das Geheimnis des positiven Denkens
Sicher hast auch du schon einmal von der „Kraft der Gedanken“ gehört. Gut und schön, aber weißt du auch, was dahintersteckt? Kennst Du das Geheimnis des „Positiven Denkens“? Wenn nicht, ist es höchste Zeit, es kennen zu lernen. In diesem kleinen Buch findest du alles, was du wissen musst, um ein Gewinner im Leben zu werden – und dazu praktische Anleitungen und Tipps, die auch dir den Weg zu Glück und Erfolg öffnen.

Keine Frage, Krankheiten können uns aus der Bahn werfen. Muss es aber nicht. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen – auch und besonders bei einer chronischen Erkrankung. Wir müssen nur lernen, die Krankheit zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
Das Leben ist kein Wunschkonzert. Es bringt nichts, über die Krankheit zu jammern und über das eigene Schicksal zu nörgeln. So verschleißen wir nur wertvolle Energie und lassen uns durch eine Negativspirale nach unten ziehen.
Es ist so, wie es ist. Und es ist nicht einfach, wenn die Erkrankung das Leben im Alltag belastet. Die Nachteile und Einschränkungen müssen auch nicht verdrängt oder überspielt werden. Es lohnt sich aber, ihnen im eigenen Denken und Reden nicht mehr Raum zu geben als nötig.
Jetzt sind Akzeptanz, Anpassung und Mut gefragt. Wir können lernen, die Krankheit nicht als Schreckgespenst zu betrachten, sondern ihren Herausforderungen aktiv zu begegnen. Es ist eine Frage der inneren Einstellung. Wir können lernen mit COPD gut zu leben. Mehr noch: Wir können trotz COPD glücklich sein!
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
