Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren.“ Wie so oft steckt auch in diesem Spruch ein Stück Wahrheit. Ein Schoppen Wein oder ab und zu ein Glas Bier kann im Allgemeinen wirklich nicht schaden. Auch ein kleiner Schnaps nicht. Doch nur so lange es dabei bleibt. Wenn nicht, kann es gefährlich werden – ganz besonders für den, der ohnehin schon unter COPD  leidet. Doch muss ich deswegen gleich auf jeden Tropfen verzichten?

Keine Frage: Das beliebte Feierabendbier oder das Gläschen Wein zum Essen kann eine entspannende Wirkung haben. Alkohol kann helfen Stress abzubauen. Körper und Geist können sich nach einem Glas besser fühlen. Ungesund wird es aber bei mehr oder regelmäßigem Alkoholkonsum. Alkohol wirkt auf den gesamten Körper – auch auf die Atemwege. Seine entspannende Wirkung betrifft nicht nur die Stimmung, sondern auch die Muskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur. Bei COPD kann das die Atmung zusätzlich erschweren.

Zudem hemmt Alkohol den natürlichen Hustenreflex. Das klingt zunächst harmlos, ist aber problematisch: Wird Schleim ineffektiv abgehustet, kann er sich in den Atemwegen stauen. Das erhöht die Gefahr von Infektionen und verschlimmert bestehende Atemprobleme. Bei größeren Alkoholmengen kommt ein weiteres Risiko hinzu: die mögliche Verringerung der Sauerstoffversorgung – ein ernst zu nehmender Aspekt für Menschen, deren Lungenleistung bereits eingeschränkt ist.

Zu viel Alkohol kann mehr als nur das gesunde Gleichgewicht in der Lunge zerstören Da sich der Alkohol durch das Blut über den ganzen Körper verteilt, werden nahezu alle Organe in Mitleidenschaft gezogen. Denn Alkohol ist ein Zellgift, das Körperzellen zerstört. Täglicher Alkoholkonsum verschlechtert die Schlafqualität, schädigt alle Organe, fördert Nervenschäden erhöht das Krebsrisiko und schadet dem Gehirn.

Merke: Vorsicht bei Alkohol! Gesundheitliche Schäden können generell bei zu hohem Alkoholkonsum und chronischem Alkoholmissbrauch auftreten. Und jeder, der zu viel trinkt, kann auch abhängig werden. Wie viel „zu viel“ ist, und wie ein gesunder Umgang mit Alkohol aussieht, erfährst du hier.

INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG