Ziele setzen und erreichen

Wer seine Lebensqualität nachhaltig verbessern will, braucht Kreativität und Mut. Er muss sich Ziele setzen und den für sich persönlich besten Weg finden, sie auch zu erreichen – sei es im Privatleben, im Beruf oder in einem anderen Lebensbereich. Aber wie setzen wir unsere ganz persönlichen Ziele und wie können wir sie erreichen?
Ziele sind die Grundlage für jeden Erfolg. Ohne Ziele fehlt uns eine klare Richtung und wir treten auf der Stelle. Mehr noch: Ziele helfen uns dabei, unsere Fähigkeiten zu verbessern und unser Potenzial auszuschöpfen. So ist zum Beispiel das SMART-Prinzip ein denkbares Konzept, um Ziele zu setzen. SMART steht für:
- (S)pezifisch: Ziele sollten klar und präzise formuliert sein. Ein spezifisches Ziel beantwortet die Fragen: Wer? Was? Wo? Wann? Warum?
- (M)essbar: Das jeweilîge Ziel sollte messbare Kriterien enthalten, damit der Fortschritt verfolgt und bewertet werden kann. Fragen wie „Wieviel?“ oder „Woran erkenne ich, dass mein Ziel erreicht ist?“ sind hier wichtig.
- (A)ttraktiv: Das Ziel sollte ansprechend und motivierend sein. Es sollte eine Bedeutung haben und persönlich relevant sein, um die notwendige Motivation zu erzeugen.
- (R)ealistisch: Ein realistisches Ziel ist erreichbar und berücksichtigt die vorhandenen Ressourcen und Einschränkungen. Es sollte herausfordernd, aber machbar sein.
- (T)erminiert: Das Ziel sollte eine klare Zeitvorgabe haben. Es sollte definiert sein, wann das Ziel erreicht werden soll, um Dringlichkeit und Priorität zu schaffen.
PRAXIS-TIPP: SMART-Ziele mögen vielleicht bei dem ein oder anderen expliziten Projekt im Berufsleben helfen. Doch wie jede andere Methode hat auch die SMART-Methode ihre Grenzen. Es fehlt das „Warum“. Die Folge ist, dass das Interesse, am Erreichen des festgelegten Zieles immer mehr nachlässt. Oder dass die Ziele zu ergebnisorientiert sind. Der Weg zum Ziel sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, um mit Rückschritten besser umgehen zu können. Und nicht zuletzt sind die terminlich fixierten SMART- Ziele mit bestimmten Ablaufdatum auch wesentlich verantwortlich für den altbekannten JoJo-Effekt: Ist das Ziel erreicht, werden die guten Vorsätze wieder in die Tonne gekloppt und alle Handlungen völlig dem Zufall überlassen.
Mit WOOP zum Ziel

Im Privatleben geht es weniger um Deadlines als vielmehr um Gewohnheiten. Um diese zu ändern, hilft die WOOP-Methode – eine ebenso simple wie erfolgversprechender Strategie, die im Wesentlichen auf vier einfachen Schritten basiert, bei denen wir unsere Wünsche benennen und unsere Ziele visualisieren, Prioritäten setzen sowie unsere inneren Hürden überwinden. Dabei spielen Wenn-dann-Planungen und -Überlegungen eine große Rolle. Und so kann es funktionieren:
Schritt 1 Wish (Wunsch): Am Anfang steht der Herzenzwunsch. Welches ist mein persönliches Ziel? Was will ich erreichen?
Schritt 2 Outcome (Ergebnis): Im zweiten Schritt wird das Ergebnis visualisiert. Was wird anders, wenn mein Wunsch in Erfüllung geht? Wie wird sich das Ergebnis auf mein Leben auswirken?
Schritt 3 Obstacle (Hindernis): Jetzt werden die Gründe ermittelt, die dem Ziel noch im Wege stehen. Welche (mentalen) Hinternisse stehen mir im Weg? Welche persönlichen Eigenschaften, Muster, Verhaltensweisen stören oder blockieren mich?
Schritt 4: Plan (Planen): Im vierten und letzten Schritt wird ein Plan zum Abbau der (inneren) Barrieren entwickelt. „Wenn ich dem Hindernis X begegne, dann ergreife ich Maßnahme Y dagegen.“

6 Tipps zur Zielsetzung
- Formuliere klare Ziele und überlege genau, was du wirlich willst!
- Setze dir realistsche, erreichbare Ziele!
- Mache dir deine Gründe bewusst, warum du ein Ziel erreichen willst!
- Stelle dir die Frage, was du brauchst, um das Ziel zu erreichen?
- Stellen dir regelmäßig vor, wie es sein wird, wenn du dein dein Ziel erreicht hast!
- Ermutige dich selbst mit positiven Affirmationen und halte negative Gedanken in Schach!
- Vergiss nicht, dich auch schon für das Erreichen von Zwischenzielen. zu belohnen!
Den Denkapparat auf das Ziel einstellen

Wer sein Ziel erreichen will, braucht dafür einen starken Partner. Der stärkste Partner ist ein richtig programmiertes Unterbewusstsein. Hier ein paar ebenso einfache wie effektive Strategien, mit denen du dein Unterbewusstsein so stark beeinflussen, verändern und programmieren kannst, dass du deine Ziele wirklich erreichst.
Mit unserem Gehirn und unserem Nervensystem besitzen wir einen eingebauten elektronischen Mechanismus, den wir selbst steuern können. Dieser Mechanismus arbeitet wie ein Computer. Bei der Suche nach einer Lösung kann er nur die Informationen verarbeiten, die ihm eingegeben werden. Er löst das ihm aufgegebene Problem und findet das programmierte Ziel an Hand der gespeicherten Daten. Und wenn es die falschen Daten sind, funktioniert es einfach nicht.
Was hindert uns daran, unser Gedanken in die richtige Bahn zu lenken? Wir wissen nicht, dass wir mittels unserer Gedanken unser Leben entscheidend mitgestalten. Und wir haben nicht gelernt, positiv zu denken.
Positive Merksätze (Affirmationen) wie „Ich kann es“, „Ich habe die Kraft dazu“. “Ich schaffe es“ „Ich bin fähig dazu“ helfen, ein Ziel zu erreichen. Wenn du diese Selbstermutigungen mehrmals täglich wiederholst, gehen sie dir in Fleisch und Blut über.
Zur Erinnerung kannst du die Sätze auch auf kleine Karten oder Zettel schreiben und diese gut sichtbar an einer Stelle anbringen, auf die du jeden Tag mindestens einmal blickst – zum Beispiel am Badezimmerspiegel oder an der Pinnwand im Büro. Oder du speicherst deine Merksätze im Handy oder Smartphone und rufst sie täglich ab.
Ziele immer wieder ins Gedächtnis rufen

Viele Menschen schreiben ihre Ziele auf. Doch meistens ohne Erfolg. Warum? Weil sie es nur ein einziges Mal machen – und dann die Angelegenheit schnell wieder vergessen. Aber wie wollen wir unser Unterbewusstsein beeinflussen, wenn wir uns Ziele setzen und uns nicht mehr darum kümmern? Unser Unterbewusstsein mag das eine oder andere vielleicht kurz aufnehmen. Aber es wird uns bei unserem Vorhaben kaum helfen können, wenn wir nicht nachhelfen. Schließlich hat es schon genug andere Sachen für uns zu tun.
Stell dir einmal vor, du würdest alles, was du siehst, hörst, fühlst riechst und schmeckst – alle Eindrücke und Empfindungen, die in diesem Moment auf dich einströmen, gleichzeitig wahrnehmen. Du würdest durchdrehen und wahnsinnig werden. Dein Unterbewusstsein muss all diese Dinge, die du bewusst nicht aufnehmen kannst, für dich verarbeiten.
Zudem sorgt dein Unterbewusstsein Tag für Tag dafür, dass du das Atmen nicht vergisst und dein Herz richtig schlägt. Es steuert auch automatisch dein Auto und tausend Dinge mehr, während du mit deinen Gedanken in anderen Sphären schwebst. Es reicht also nicht aus, dass du deinem Unterbewusstsein nur einmal eine Anweisung gibst und ihm sagst, was du ir wünschst,. Du musst es immer wieder tun, du musst es richtig programmieren.
Praxis-Tipp: Schreib deine Ziele auf und lies sie mindestens zweimal täglich – am besten ein Mal morgens nach dem Aufwachen und ein Mal abends vor dem Einschlafen. Diese beiden Zeitpunkte sind optimal, um dein Unterbewusstsein nachhaltig zu beeinflussen.
Extra-Tipp: Positive Merksätze (Affirmationen) wie „Ich kann es“, „Ich habe die Kraft dazu“. “Ich schaffe es“ „Ich bin fähig dazu“ helfen, ein Ziel zu erreichen. Wenn du diese Selbstermutigungen mehrmals täglich wiederholst, gehen sie dir in Fleisch und Blut über.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
