Raus aus dem Winterblues

Du fühlst dich im Winter müde, antriebslos und schlapp? Du würdest am liebsten im Bett bleiben, hast auf nichts Bock und möchtest die eigenen vier Wände nicht mehr verlassen? Dann bist du nicht alleine. Wie viele andere Menschen hat dich wahrscheinlich der Winterblues im Griff – ein Phänomen, das alle Jahre wieder jedem dritten von uns zu schaffen macht.
Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, das Wetter kalt und ungemütlich ist, dann ist die Leichtigkeit des Sommers vorbei und verschiedene Faktoren können – einzeln oder auch durch ihr Zusammenspiel – einen Winterblues auslösen. Die Symptome können unangenehm sein, stellen in der Regel aber keine gravierende Belastung oder Einschränkung für den Alltag und die Lebensqualität dar. Die Stimmung schwankt zudem von Tag zu Tag oder auch mehrmals innerhalb eines Tages, sodass es zwischendurch auch immer wieder sozusagen symptomfreie Zeiten gibt.
Grundsätzlich ist es vollkommen natürlich, normal und überhaupt nicht besorgniserregend, wenn wir im Winter ein bisschen müder und träger sind. Hauptgrund ist der Lichtmangel. In den Herbst- und Wintermonaten bekommen wir weniger Tageslicht ab als im Frühling und Sommer, was bestimmte Neurotransmitter (Serotonin) beeinflussen kann und somit zu Stimmungsschwankungen führt. Ebenso hat das Tageslicht einen Einfluss auf unsere biologische Uhr. Dadurch, dass im Herbst die Tage kürzer werden, weicht der Schlaf-Wach-Rhythmus stärker von den Tag-Nacht-Zeiten ab. Das begünstigt den Winterblues.
Für gute Stimmung sorgen
Wer also den Winterblues hat, ist weder faul noch nachlässig. Es ist einfach nur eine Sache der Biologie. Während viele Lebewesen in den Winterschlaf gehen, müssen wir zumindest einen Gang tiefer schalten. Und wer wer kann, sollte einfach mehr schlafen, wenn es Beruf und Umfeld erlauben. Daneben gibt es aber noch eine ganze Reihe an Dingen, die wir gegen den Blues tun können. Hier ein paar praktische Tipps, die gegen den Winterblues helfen:
- Raus an die frische Luft.
Tägliche Spaziergänge (Joggen, Walking oder Radfahren funktioniert natürlich genauso) tun uns gut: Hier füllen wir nicht nur unser Lichtkonto, sondern zugleich auch das Sauerstoff- und das Bewegungskonto auf. Übrigens: Selbst wenn es nicht sonnig ist oder sogar regnet, tanken wir draußen Tageslicht. Nasses oder kaltes Wetter sollten wir nicht als Ausrede nutzen, um in der Wohnung hocken zu bleiben. Regelmäßige körperliche Aktivität wird die Stimmung erheblich verbessern. - Tageslichtkonto künstlich aufladen
Spezielle Lichttherapielampen können helfen, den Mangel an natürlichem Licht auszugleichen und die Stimmung zu heben. So kann zum Beispiel eine Tageslichtlampe, die Sonnenlicht simuliert und morgens beim Frühstück und/oder abends beim Essen eingeschaltet wird, das Aufladen des Tageslichtkontos unterstützen - Den inneren Schweinehund überwinden.
Auch wenn wir unser Zuhause noch so gemütlich eingerichtet haben und die Couch bei schlechter Stimmung verlockend ist: Nur Zuhasuse sitzen hilft uns nicht weiter. Soziale Kontakte wie Unternehmungen mit der Familie oder mit Freunden heben die Stimmung und den Serotoninspiegel. - Schöne Erlebnisse sammeln.
Herbst und Winter sind die richtige Jahreszeit, um uns einem Hobby zu widmen, das uns Freude macht. Idealerweise draußen – aber generell sind Erlebnisse und Tätigkeiten, die uns guttun und Freude bereiten, sehr hilfreich gegen den Winterblues. So können auch Yoga, Meditation oder Atemübungen ebenso wie sexuelles Vergnügen selbst an den kältesten Wintertagen die Stimmung heben und das allgmeine Wohlbefinden erheblich verbessern.
EXTRA-TIPP: Letztendlich musst jeder selbst herausfinden, welche Ansätze und Tipps sich gut anfühlen und was für ihn persönlich am funktioniert. Mit Selbstfürsorge und gezielten Gegenmaßnahmen könnn wir der vorübergehende Schwermütigkeit und Antriebslosigkeit begegnen und das Stimmungstief schnell überwinden. Sollten aber die Symptome des Winter- Blues schwerwiegender sein oder länger anhalten, kann es sich um eine depressive Erkrankung handeln. In disem Falle sollte ärztliche bzw. therapeutische Hilfe gesucht werden.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
