Sex gehört für (fast) jeden von uns ganz selbstverständlich zum Leben. Guter Sex macht uns ausgeglichener und steigert unsere Lebensqualität. Schlechter, zu wenig oder gar kein Sex kann unsere Gesundheit negativ beeinflussen, macht uns oft unzufrieden, belastet unsere Psyche und beeinträchtigt dann auch die Partnerschaft.

Sex ist wohl die schönste Nebensache der Welt. Sexuelle Aktivität stärkt das Immun- und das Herz-Kreislauf-System und kann einige akute Beschwerden lindern. Und fast alle Experten sind sich einig, dass regelmäßiger Sex das Wohlbefinden ankurbeln das Herz auf Touren bringen sowie Körper und Geist gesund und jung halten kann. „Kurz gesagt: Sex macht gesund und glücklich.

Sex ist ein natürliches Bedürfnis, das wohl jeder von uns hat. Eine erfüllend erlebte Sexualität kann wesentlich zu unserer Gesundheit und zu unserem allgemeinen Wohlfühlen beitragen. Dabei kann jeder von uns auf seine Weise von den seelischen und körperlichen Vorteilen profitieren.

Körperliche Fitness

Wenn wir Sex haben, ist der ganze Körper beteiligt: Unser Herz schlägt schneller, wir atmen tiefer, schütten Hormone wie Testosteron, Adrenalin und Oxytocin aus. Berührungen senden Tausende elektrische Impulse an unser Gehirn. Zahlreiche Muskeln sind aktiv. Sexuelle Aktivitäten fördern die Durchblutung des Körpers, wodurch das Herz-Kreislauf-System trainiert wird. 

Zusätzlich senkt Sex die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol – ein Umstand, der dem Blutdruck zugute kommt und Stressfolgen mildert. Zudem können die beim Sex ausgeschütteten Endorphine schmerzlindernd wirken – zum Beispiel bei Gelenkschmerzen.

Seelisches Wohlbefinden

Sex ist gesund für die Psyche: Beim Verkehr, aber auch beim Kuscheln produzieren wir Hormone wie Oxytocin, die unser Belohnungszentrum ansprechen und für Wohlbefinden sorgen. Wir sind tendenziell zufriedener, ausgeglichener und weniger gestresst.

Das Ausschütten von Hormonen und Endorphinen, welche die Genusszentren im Gehirn stimulieren, löst Gefühle von Intimität und Entspannung aus. Zudem hilft regelmäßiger Sex, Hormonhaushalt im Lot zu halten.

Langes Leben

Wer Sex hat, lebt länger. Körperliche Liebe erhöht die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Killerzellen um das Doppelte. Die Folge: Wenn wir sexuell aktiv sind, sind wir einfach weniger anfällig für böse Viren, die unser Herz angreifen wollen. Ebenso erfreulich: Bei Männern befördert jede Ejakulation eine kleine Portion krebserregende Substanzen aus dem Körper und verringert so das Risiko für Prostatakrebs. Frauen können mit sexueller Aktivität nicht nur Menstruationsbeschwerden lindern sondern auch der Senkung des Östrogenspiegels aktiv entgegensteuern. Natürlich ist Sex kein Wundermittel. Aber vieles deutet darauf hin, dass ein erfülltes Sexleben tatsächlich die Lebenserwartung erhöhen kann – sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Hand aus Herz! Wann hast du zum letzten Mal guten Sex mit deinem Partner oder deiner Partnerin gehabt? Nur die Hälfte aller Frauen und Männer, die in einer festen Beziehung leben, sind wirklich zufrieden mit ihrem Sexleben. Was tun, wenn wir unzufrieden mit der partnerschaftlichen Sexualität sind? Über die Gründe der Probleme zu streiten, ist in diesem Fall verschwendete Energie. Viel mehr sind Lösungen gefragt. Hier nun ein paar praktische Tipps, damit die Beziehung im Bett und auch außerhalb spürbar besser wird:

Jeder kann Sex haben. Aber um wirklich befriedigenden Sex zu haben, gehört eine starke, gesunde und ehrliche Beziehung dazu. Um den Grad der Intimität zu erreichen, der für erfüllenden Sex nötig ist, sind Vertrauen und Sicherheit grundlegend.

Keine Frage: Sexualität ist immer Kommunikation. – ob im Bett oder außerhalb. Also sprich darüber! Sei offen, direkt, ehrlich und spezifisch. Sage deinem Partner, wann, wo und wie er dich berühren soll. Beschreibe, wieviel Druck, welche Geschwindigkeit und wie viel Zeit du brauchst. Mach deinem Partner Komplimente und lasse ihn wissen, wann es sich gut anfühlt und wann nicht.

Sexuelles Vergnügen kann eine der schönsten (Neben)Sachen der Welt sein, die zusammen erleben können. Keiner will dabei einen Partner, der es nur über sich ergehen lässt. Erlaube es dir, dich hinzugeben, zu nehmen und zu geben. Erlebe es, koste es aus und genieße es mit allen Sinnen!

Geben ist besser als nehmen. Befriedige nicht nur deine Bedürfnisse, sondern gib deinem Partner auch das, was er/sie will und braucht. Und sag ihm dabei, wie toll er/sie ist und dass du ihn/sie liebst, Jeder will geliebt, geschätzt und anerkannt werden.

Natürliche Selbstbefriedigung

Solo-Sex ist für manche Menschen zwar immer noch ein Tabu-Thema, doch alle tun es. Und dass sich mit genussvoller Selbstbefriedigung auch gesundheitliche Vorzüge verbinden lassen, macht den Spaß mit sich selbst umso schöner! Sowohl Männer als auch Frauen profitieren von gelegentlichem bis regelmäßigem Fingerspiel und mehr.

Die Lust, den eigenen Körper zu erkunden und sich selbst zum Höhepunkt zu bringen, ist heutzutage ganz normal: Fast alle Männer befriedigen sich regelmäßig selbst – und zwar bis ins hohe Alter. Und auch für Frauen ist es etwas ganz Natürliches. Masturbieren gehört für viele zum Alltag und unterstützt nicht zuletzt auch das Sexleben.

Egal ob Mann oder Frau, ob solo oder in einer Beziehung – Selbstbefriedigung ist eine Wohltat für Seele und Körper. Sie verbessert das Körperbewusstsein und stärkt das Selbstbewusstsein. Das orgastische Potential steigt an – und mit ihm auch deine ganz persönliche Attraktivität.

Beim Solo-Sex wird die Beckenbodenmuskulatur besonders beansprucht. Das hat zur Folge, dass die Haltung besser wird und sich die Orgasmen noch intensiver anfühlen. Männer profitieren von einer stärkeren Erektion und können bei häufiger Masturbation länger. Und bei Frauen steigt mit zunehmender Masturbationspraxis die Orgasmus-Fähigkeit deutlich an.

Es gibt Gründe genug, das Nützliche mit dem Lustvollen zu verbinden und dabei auf natürliche Weise etwas für unsere Gesundheit zu tun. Wir haben es buchstäblich selbst in der Hand. Jeder weiß von sich selbst am besten, was ihm gefällt und was ihn erregt. So lässt sich – im Zusammenspiel von Gedanken, Vorstellungen und Selbststimulation – der Solo-Sex optimal genießen.

Selbstbefriedigung wirkt sich positiv auf Sexualität und Gesundheit aus. Eine kleine Solorunde wirkt stimulierend auf das Nervensystem und entspannt die Muskeln. Die freigesetzten Glücks-Hormone heben die Laune und bewahren vor Stress und Depressionen. Und wer am Abend etwas Selbst-Liebe praktiziert, schläft garantiert auch besser ein


Spaß am Silversex


Sex im Alter ist immer noch ein Tabuthema. Viele trauen sich nicht darüber zu sprechen. Dabei ist die Lust auf Lust und Liebe im Alter ungebremst. Rolf von Berg zeigt, wie guter Sex im Alter funktioniert, und gibt praktische Tipps für die schönste Nebensache der Welt ab 60.


INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG