Gesunde Augen durch gesunde Ernährung

Dass unser Körper eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung benötigt, hat sich inzwîschen herumgesprochen. Weniger, dass die Auge mitessen und nicht nur Möhren gut für die Augen sind. Aber können wir mit gesunder Ernährung und Vitaminen den Augen tatsächlich auf die Sprünge helfen?
Eine gesunde Ernährung kommt dem ganzen Körper und damit auch den Augen zugute. Wichtige „Augenvitamin“-Spender sind etwa Karotten, Rote Rüben, Brokkoli, Feldsalat und Zitrusfrüchte. Grünes Gemüse wie Spinat, Erbsen oder Grünkohl sind nicht nur Vitaminbomben, sondern enthalten auch Lutein, einen Stoff, dem Experten eine gewisse Schutzwirkung für unsere Netzhaut nachsagen.
Bei einer unzureichenden Versorgung mit Vitaminen kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die beispielsweise Sehschwächen oder Zellstörungen zur Folge haben. Die Antwort auf die Frage, ob man mit Nahrungsmitteln den Augen auf die Sprünge helfen kann, lautet also: „Ja“! Wie für den ganzen Körper ist es auch für die Augen wichtig, sie mit Vitaminen und Spurenelementen gut „in Schuss“ zu halten.
Im Übrigen hilft auch ein Verzicht auf Zigaretten: Neben den bekannten gesundheitlichen Risiken bewirkt das Rauchen auch eine verringerte Durchblutung des Sehnervs. Körperliche Bewegung dagegen sorgt für eine bessere Durchblutung und ein erhöhtes Wohlbefinden – das kommt auch den Augen zugute.
Futter für die Augengesundheit

Möhren schützenm die Hornhaut
„Möhren sind gut für die Augen.“ Was uns schon in Kindertagen immer wieder verbal eingeimpft wird, ist zutreffend. Karotten sind gut für die Augen. Sie liefern jede Menge von Beta-Carotin und sind somit ein wichtiger Faktor, um die Hornhaut vor dem Austrocknen zu schützen – egal ob roh oder gekocht. Beim Garen gehen zwar ein paar Vitamine verloren, aber durch die Hitze werden die Zellwände der Möhre aufgebrochen. Dadurch wird sie leichter bekömmlich und der Körper kann mehr Vitamine aufnehmels

Spinat verbessert die Sehkraft
Grüne Gemüse wie Spinat, Brokoli, Mangold, Kresse oder auch grüne Paprika sind eine ideale Quelle für die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Sie geben den Lebensmitteln ihre charakteristische Farbe, können das Risiko für grauen Star und die diabetische Retinopathie erheblich senken sowie uns auch vor einer altersbedingten Maskuladegeneration schützen. Zusätzlich helfen sie, unser Auge vor UV-Strahlen abzuschirmen.

Fetter Fisch schützt die Netzhaut
Der Verzehr von fettem Seefisch (Hering, Makrele, Lachs) wirkt sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit der Augen aus. Die enthaltenen Omega-3-Fettsärenv schützen die Netzhaut und können somit ebenfalls einer Maskuladegeneration entgegenwirken. Daneben sind auch Raps-, Walnuss-, Lein- und Sojaöl gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Im Übrigen kann eine Handvoll Walnüsse und Haselnüsse schon ausreichen, um den Tagesberdarf zu decken.

Tomaten schützen vor Katarakt
Tomaten auf den Augen: Nicht so gut! Tomaten für die Augen: Super Idee! Denn Tomaten enthalten wie Rote Beete oder Aprikosen auch Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das die Sehkraft unterstützt, und Vitamin E, welches die Augen vor „freien Radikalen“ schützt. Besonders interessant: Im “goldenen Apfel” (pomodoro), wie die Tomate in Italien genannt wird, sind auch Carotinoide enthalten. Diese können dazu beitragen, Augenkrankheiten wie Katarakt und Makuladegeneration vorzubeugen.
Augen ganzheitlich stärken
Die Augen als „Spiegel der Seele“ sagen viel über den allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen aus. Umgekehrt kann ein ausgewogener und gesunder Lebenswandel dazu beitragen, sie gesund zu erhalten oder bereits bestehende Erkrankungen zu mildern. Neben gesunder und ausgewogener Ernährung stärkt eine allgemein gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr die Augen.
Auf Rauchen zu verzichten ist insofern sinnvoll, weil das im Tabakrauch enthaltene Nikotin neben der bekannten Lungenschädigung auch negativ auf die Gefäßwände einwirkt und dadurch die Durchblutung der kleinsten Gefäße im Auge, insbesondere derer, die den Sehnerv versorgen, verschlechtert. Auch ein übermäßiger Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf die Augen aus und sollte daher vermieden werden.
Schließlich hilft den Augen alles, was den Stoffwechsel ausgleicht. Insbesondere bei bereits bestehenden Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können gezielt eingesetzte Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training dazu beitragen, den Organismus zu entlasten und damit buchstäblich „Druck“ von den Augen zu nehmen.
Letztlich sollte auch ab dem Alter von 40 – 50 Jahren eine augenfachärztliche Untersuchung zur ganzheitlichen Vorsorge gehören. Hierdurch lassen sich ein Glaukom, eine altersbedingte Makuladegeneration oder auch eine diabetische Augenerkrankung feststellen – lange bevor das Sehvermögen leidet und nachlässt. Der Sehverlust kann so vermieden oder zumindest aufgehalten werden.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
