Sicher kennst du das auch: Längere Zeit geht es dir ganz gut und du hast die COPD im Griff. Dann jedoch nehmen plötzlich die Beschwerden zu und es kommt zu häufigerer und stärkerer Atemnot. Manchmal kann dies so stark ausgeprägt sein, dass es echte Ängste in dir auslöst. Was hilft?

Bei einem COPD- Anfall gilt vor allem : Einen kühlen Kopf bewahren! Auch wenn es dir schwerfällt – versuche, ruhig zu bleiben! In Hektik zu geraten oder gar in Panik zu verfallen Panik verengt die Atemwege und steigert die Atemnot noch zusätzlich. Atme bewusst weiter, auch wenn es nur kleine Atemzüge sind!

Öffne ein Fenster oder sorge auf andere Weise für frische Luft. Kühle, sauerstoffreiche Luft kann helfen, die Atemnot zu lindern. Nimm eine atemerleichternde Haltung ein – zum Beispiel die Torwartstellung oder den Kutschersitz.

Neben einer atemerleichternden Körperhaltung kann auch eine Atemtechnik wie die Lippenbremse rasch Linderung bringen und zur Beruhigung beitragen. Atme dabei langsam durch die Nase ein und langsam gegen einen leichten Widerstand durch die leicht geschlossenen Lippen wieder aus.

Nimm, falls ärztlich verordnet, ein Notfallmedikament gemäß der Anweisung ein. Beobachte deinen Zustand: Werden die Symptome schwerer? Hast du Schmerzen in der Brust, bläulich verfärbte Lippen oder Fingernägel? Treten zusätzlich Fieber, Husten oder Auswurf auf? Verschlechtert sich dein Zustand trotz der Maßnahmen oder bist du dir unsicher, was zu tun ist? Dann heißt es im Zweifelsfall sofort den Notruf (112) zu wählen und ärztliche Hilfe anfordern!

INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG