
Einfach Mensch sein…
Körperliche Gesundheit und geistige Beweglichkeit sind die besten Voraussetzungen für unser Wohlbefinden. Partner, Freunde. Kollegen. Nachbarn und gute Bekannte können wesentlich dazu beitragen, dass wir uns rundum wohlfühlen. Kurzum: Unsere Lebensqualität hat viel mit der Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun.
Mag sich auch so mancher einsame Wolf in seiner selbstgewählten Einsamkeit wohlfühlen, so ist der Mensch grundsätzlich nicht dazu geschaffen, als Einzelkämpfer durch die Welt zu gehen. Wir – du und ich – sind von Natur aus soziale Wesen. Wir sind auf Beziehungen angewiesen, auf Gedankenaustausch, Zuneigung, Trost und Verständnis. Erst recht in einer digitalisierten Welt, in der echte soziale Kontakte gegenüber pseudo-sozialen Netzen wie Facebook & Co. immer mehr ins Hintertreffen geraten
Wir brauchen keine 1000 Freunde im Netz, sondern persönlichen Kontakte zu Menschen in unserer Umgebung. Wir brauchen Menschen um uns, die wir uns verlassen können – und umgekehrt. Wir brauchen Freunde, mit denen wir Freud und Leid teilen können. Wir brauchen ein soziales Umfeld, in dem wir leben und atmen können.
Ein intaktes soziales Umfeld ist nicht nur für unsere Psyche wichtig, es wirkt sich auch direkt auf unsere Gesundheit aus. Es stärkt nicht nur unser Selbstwertgefühl, sondern auch Herz und Kreislauf. Es bewahrt uns vor Schwermut und Depressionen. Auf den Punkt gebracht: Es erhöht erheblich unsere Chancen, gesund und glücklich alt zu werden.
Deshalb sollten wir auch hin und wieder überprüfen: Mit wem verbringen wir unsere Zeit? Sind es Menschen, die uns wichtig sind oder nicht? Sind es Menschen, die uns guttun oder eher belasten? Sind es echte oder falsche Freunde? Jeder von uns kann selbst entscheiden, wen er in sein Leben lässt und für wen er selbst da ist, wenn Unterstützung und Hilfe gefragt sind.
Der ganz persönliche Beziehungs-Check
Freund ist nicht gleich Freund. Beziehung ist nicht gleich Beziehung. Hin und wieder kann es nicht schaden, unsere Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen:
- Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe eine Liste mit allen Personen, die dir nahestehen und mit denen du regelmäßig Kontakt hast. Überlege, wie wichtig die jeweilige Beziehung für dich ist. Machen ein Okay-Zeichen hinter jede Beziehung, die dir wertvoll scheint, und versehe alle Beziehungen, die dich eher belasten, mit einem dicken Fragezeichen.
- Wäge Vor- und Nachteile ab, und entscheid dann, ob du die Beziehung aufrechterhalten, verändern oder aufgeben wirst! Wenn du das Verhältnis ändern willst, werde dir klar darüber, was dich an dieser Beziehung stört und worunter sie gelitten hat.
- Sprich offen und ehrlich darüber! Überlege aber auch und vor allem, was du selbst tun kannst, um die Beziehung zu verbessern. Wenn ein unbefriedigendes Verhältnis dich auf Dauer mehr belastet, als dir guttut, befreie dich einfach vom Ballast dieser Beziehung.
- Extra-Tipp: Konzentriere deine Energie auf die Personen, in deren Gegenwart du dich wohlfühlst, die dir Rückhalt geben und auf die du dich verlassen kannst – kurz gesagt: Menschen, die dir guttun.
Wie pflege ich gute Beziehungen…
Gute Beziehungen sind Quellen, aus denen wir Energien schöpfen können. Auch Kontakte helfen uns durch den Lebensalltag. Doch Freund ist nicht gleich Freund und Beziehung ist nicht gleich Beziehung. Wie es geht, die Spreu vom Weizen zu trennen und wie wir locker ins Gespräch kommen, verrät uns dieser kleine praktische Ratgeber..
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) ROLF VON BERG
