Schluss mit den Sorgen

Obwohl jeder weiß, dass wir nichts – außer schlaflosen Nächten, Kopfschmerzen, Falten oder Schlimmeres – gewinnen, wenn wir uns Sorgen machen, tun wir es doch immer und immer wieder. Manchmal unbewusst, meistens aber bewusst und völlig unnötig. Es gibt sicher viele Anlässe, sich Sorgen zu machen. Doch die meisten davon sind überflüssig. Die Frage ist nur, wie wir damit umgehen. Lassen wir uns von von den alltäglichen Sorgen und Ängste ausbremsen oder sogar zerstören? Oder versuchen wir, was uns bedrückt oder Probleme bereitet, aus dem Weg zu räumen?
Tschüss, ihr lieben Sorgen!
Sicher kennst auch du jemanden, der ständig mit Leichenbittermiened daherkommt. Es ist einer von jener Sorte Mensch, die glaubt, die Sorgen der ganzen Welt auf ihren Schultern tragen zu müssen. Und der zudem noch gebückt durchs Leben läuft, weil ihn seine Probleme zu erdrücken drohen. Eine andere Sorte Mensch – und dazu zählen sehr viel von uns – sind jene, die ständig versuchen, vor ihrem Problem davon zu laufen, statt sich ihnen zu stellen. Wieder andere verschwenden mehr Gedanken, Zeit und Energie mit den Problemen an sich als mit deren Lösung. „Warum passiert das ausgerechnet mir?“ „Warum musste es so weit kommen?“. Das sind Aussagen eines Verlierers. Ein Gewinner weiß: Probleme sind da, um gelöst zu werden.
Problem ist nicht gleich
Probleme gehören ebenso zum Leben wie ihre Lösungen. Manchmal ergibt sich die Lösung sofort, manchmal lässt sie etwas länger auf sich warten. Oft löst sich das Problem von selbst, wenn wir es loslassen. Viele Probleme sind vermeidbar, mehr noch sind hausgemacht. Einige sehen wir kommen, einige treffen uns aus heiterem Himmel. Nicht jedes Problem ist wirklich unser Problem. Aber so manches Problem ist ein Warnzeichen, dass wir uns auf dem falschen Weg befinden
Fakt ist: Ein Problem kann uns helfen, einen neuen Kurs einzuschlagen. Ein anderes lässt uns neue Möglichkeiten entdecken und weckt vorher ungeahnte Kräfte in uns. Meistens liegt es an uns, das Problem anzupacken und zu lösen. Ab und zu müssen wir uns dabei auf Hilfe verlassen. In jedem Fall müssen wir unseren Beitrag leisten. In jedem Fall gilt: Wenn wir unsere ganze Aufmerksamkeit und Energie auf die Lösung richten, wenn wir uns mehr mit Möglichkeiten der Lösung als mit dem Problem beschäftigen, findet sich für jedes Problem eine Lösung. Garantiert!
Vertrauen statt Sorgen
Was wäre, wenn wir die Garantie hätten, dass ein Problem, das uns heute zu schaffen macht, sich früher oder später in Wohlgefallen auflösen wird? Was wäre, wenn wir wüssten, dass wir eines Tages für das Problem und seine Lösung dankbar sind? Wir hätten eine Sorge weniger und könnten etwas ruhiger schlafen. Vielleicht aber auch nicht. Denn es scheint eine Krankheit unserer Zeit zu sein, sich ständig Sorgen machen zu müssen, besonders über die Zukunft. Die meisten Menschen – Lebenskünstler, Hellseher und Wahrsagerinnen einmal ausgenommen – haben Angst vor der Zukunft. Und nicht wenige erwarten immer nur das Schlimmste, selbst wenn das Glück zum Greifen nahe liegt. Der Blick ist so sehr auf das möglicherweise Negative in der Zukunft ausgerichtet, dass diese unglücklichen Menschen das tatsächlich vorhandene Positive in der Gegenwart nicht sehen – es nicht sehen wollen oder können.
Was passiert, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nur auf die unangenehmen Dinge richten und nichts anderes erwarten? Richtig! Wir ziehen sie an und sie treffen unwillkürlich ein. Wir verbauen uns selbst die Chancen auf ein besseres Leben. Was ist, wenn wir darauf vertrauen, dass alles, worüber wir uns heute Sorgen machen, einen guten Ausgang nimmt? Was, wenn wir statt des Schlimmsten nur das Beste für uns erwarten? Was, wenn wir zuversichtlich in die Zukunft sehen? Wir sind frei und innerlich gelöst. Wir können dafür sorgen, dass es uns heute gut geht. Wir können das Leben genießen.
Trübe Stunden einfach überstehen
Es gibt Tage, da schweben wir auf Wolke Sieben. Unsere Stimmung könnte nicht besser sein. Es gibt aber auch ganz andere Tage. Wir fühlen uns träge und lustlos. Wir kommen nicht aus den Startblöcken und wissen nicht einmal recht warum. Wir haben Null Bock und verstehen nicht, was mit uns los ist. Wir sind an einem Tiefpunkt angelangt. Kein Grund zur Verzweiflung! Auch solche Tage sind normal. Da müssenwir durch, ohne verrückt zu spielen. Es sind Tage, an denen wir uns und andere am Besten in Ruhe lassen – in dem Bewusstsein, dass auch diese trüben Tage vorbei gehen.
Jeder von uns fällt einmal in ein Tief. Es gibt immer wieder Momente, in denen unsere Stimmung in den Keller geht. Das ist normal, so lange daraus kein Dauerzustand wird, der uns blockiert oder aus der Bahn zuwerfen droht. Dummerweise sind wir meist selber schuld an unserer miesen Laune. Wir nehmen Dinge persönlich, die uns nicht betreffen und reagieren oft in einer Art, die nicht funktioniert, wie wir nur zu gut selber wissen. Wir sind ungeduldig und gereizt – manchmal so stark, dass wir auszuflippen drohen.
Was tun? Meist hilft es schon, einfach etwas Abstand zu gewinnen! Und siehe da: innerhalb kurzer Zeit verziehen sich die Wolken, das Tief geht vorüber und wir können wieder lachen. Im Übrigen kann es nicht schaden, auch an trüben Tagen den Denkapparat auf die positive Welle einzustellen. Wem nutzt es, wenn wir schlecht gelaunt sind? Niemandem – am wenigsten uns selbst. Wem schadet es, wenn wir miese Laune haben?Kaum jemandem außer unserer nächsten Umgebung und uns selbst – das aber richtig.
Wir können trübe Stunden und „gebrauchte“ Tage darauf verwenden, uns Gründe auszudenken, warum es ausgerechnet immer nur uns so schlecht geht. Wir können uns selbst lähmen und in Selbstmitleidzerfließen. Wir können zur Pille oder zur Flasche greifen. Wir können aber auch den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen und darauf vertrauen, dass auch wieder bessere Tage kommen. Wir können überlegen, was wir uns bis dahin Gutes tun können, statt Trübsal oder uns das Hirn weg zu blasen.
Vier einfache Schritte zum Abbau von Sorgen
Jeder hat sein eigenes Päckchen von Sorgen. Hier nun vier Schritte, mit denen du dich einfach sofort von der größten Last deiner Sorgen befreien kannst:
Schritt 1: Durchleuchte deine Sorgen
Sorgen sind nicht gleich Sorgen: Es gibt „sinnvolle“ Sorgen und unnötige Sorgen. Prüfe also zuerst einmal, ob es überhaupt lohnt, sich diese oder jene Sorgen zu machen! Sich rechtzeitig um wichtige Dinge zu sorgen, um mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende ungünstige Entwicklungen abzuwenden oder zumindest deren Folgen zu mindern, ist natürlich nicht verkehrt. Aber oft ist das gar nicht nötig.
Schritt 2: Trenne die Spreu vom Weizen
Ob deine Sorgen berechtigt sind oder nicht, ob Deine Befürchtungen realistisch sind oder nicht, kannst du mit mit ein bisschen Nachdenken und folgenden Überlegungen überprüfen:
Wie wahrscheinlich trifft das ein, worüber ich mir jetzt Sorgen mache? Wie wichtig sind später die Folgen für mich, falls tatsächlich eintritt, worüber ich mir heute Sorgen mache? Werden diese Folgen so schlimm sein, dass ich mein Leben lang darunter leiden muss?
Wenn du in Ruhe die Dinge durchdenkst, wirst du schnell feststellen, ja direkt spüren, wie dein Riesen-Sorgen-Paket schrumpft – auf die Größe eines Päckchens von Sorgen, das einfach zum Leben gehört.
Schritt 3: Werde und bleibe aktiv
Gehe so nüchtern wie möglich die Dinge an, um die du dir wirklich echte Sorgen machen musst. Tu, was du kannst, und lass den Rest, auf den du ohnehin keinen Einfluss hast, einfach auf dich zukommen, ohne in Panik zu verfallen. Vermeide dabei Phantasien über den möglichen Ausgang. Mach dir klar, dass der „Supergau“, der schlimmste aller Fälle, noch gar nicht eingetreten ist und wahrscheinlich nie eintreten wird. Stoppe beginnende Katastrophenphantasien sofort!
Wenn es sich um eine Situation handelt, die du nur schlecht oder gar nicht beeinflussen kannst, lass dich nicht in einen Strudel von Stress und Selbstmitleid ziehen. Prüfe noch einmal, ob du in dieser unangenehmen Situation nicht doch etwas tun kannst. Wenn ja: Tu es! Du kannst zum Beispiel Informationen einholen, um Rat fragen und um Hilfe bitte – auch wenn dies nur „Tropfen auf dem heißen Stein“ sind.
Oft spüren wir in schwierigen oder auch bedrohlichen Situationen den Impuls, uns von allen Aktivitäten zurückzuziehen. Die denkbarschlechteste Lösung! Wenn du wirklich nicht weißt, was kommen wird, lass dich von der Ungewissheit nicht lähmen. Gehe nicht nur deinen täglichen privaten und beruflichen Verpflichtungen, sondern gerade jetzt auch deinen Hobbys nach, selbst wenn du sie nicht so genießen kannst wie sonst. Du wirst die Erfahrung machen, dass von einer Ungewissheit nicht dein gesamtes Leben betroffen ist. Teile auch anderen Menschen deine Sorgen mit, selbst wenn du glaubst, dass „die sowieso nichts tun können“. Zum einen kannst du dir selbst mehr Klarheit über deine Empfindungen verschaffen, wenn du mit anderen über seine Sorgen sprichst. Zum anderen bedeutet, von einer vertrauten Person angehört zu werden, Unterstützung und Trost. Mehr noch: Nicht selten erhalten wir praktische Hilfe von Leuten, von denen wir es nie und nimmer erwartet hätten.
Schritt 4: Suche nach Ablenkung
Lenke dich ab! Ablenkung ist ein gutes Mittel, um nicht ins Grübeln zu verfallen. Gefährlich wird die Ablenkung nur, wenn es sich um die einzige Strategie handelt, die du auf Lager ist. Denn Ablenkung löst nicht die Ursache der Probleme. Wenn wir jedoch die Situation durchdacht und mögliche Schritte eingeleitet haben, ist es sinnvoll, sich auch einmal abzulenken und eine Pause von den Sorgen zu gönnen – in der festen Gewissheit, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.
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Zum Teufel mit Ärger, Angst und Sorgen
Obwohl jeder weiß, dass wir nichts – außer schlaflosen Nächten, Kopfschmerzen, Falten oder Schlimmeres – gewinnen, wenn wir uns Sorgen machen, tun wir es doch immer und immer wieder. Manchmal unbewusst, meistens aber bewusst und völlig unnötig. Gehörst du auch zu den Menschen, die sich über sinnlose und unnötige Dinge Gedanken machen? Ärgerst du dich und weißt manchmal selbst nicht wieso und worüber? Hast du Angst vor unglaublich vielen Dingen? Wenn ja, dann kann dir dieser Ratgeber aus der Reihe „PRAXIS LEBENSFREUDE“ helfen, deine Sorgen erheblich zu verringern, deine Ängste zu überwinden und deinen Ärger zu vertreiben.
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