„My home is my castle.“ Unbestritten hat das Zuhause für ältere Menschen eine besondere Bedeutung, da es zunehmend zum zentralen Lebensmittelpunkt wird. Außerhäusliche Aktivitäten werden in der Regel seltener und kürzer, so dass mehr Zeit zu Hause verbracht wird. Die meisten über 60-Jährigen wünschen sich – auch bei einer fragiler werdenden gesundheitlichen Verfassung und bei eintretender Hilfebedürftigkeit – den Verbleib in der vertrauten Wohnung und gewohnten Umfeld. Aber wenn der eigene Garten und die Instandhaltung des Zuhause zur Last werden, reift in vielen Senioren und Seniorinnen der Wunsch nach einer kleineren und möglichst barrierefreien Wohnung.

Sich vom lang bewohnten Haus, vom geliebten Garten, von Nachbarn und gewohnter Umgebung zu trennen, fällt mit zunehmendem Alter immer schwerer. Und es ist auch nicht immer einfach, sich von lieb gewonnen Dingen zu trennen – von Gewohnheiten und Gegenständen, mit denen besondere Erinnerungen und Rituale verknüpft sind. Sich von alten Gewohnheiten und Besitztümern zu lösen, eröffnet auf der anderen Seikte die Möglichkeit, ein leichteres und erfüllteres Leben im Alter zu führen.

Sich von Altlasten zu trennen, kann befreiend wirken und neue Lebensqualität bringen. Ein neuer Lebensraum, neue Menschen und möglicherweise eine neue Stadt regen zu einem Umdenken sowie einer Änderung deiner Persönlichkeit an. Das Einrichten eines barrierefreien neuen Zuhauses sowie das Loslassen von nicht mehr benötigten Dingen schafft neuen Raum für Sicherheit und Ruhe.

Ein Umzug ist immer ein Neuanfang. Sinnvoll ist es, sich dabei möglichst von altem „Ballast“ zu befreien. In die neue Wohnung sollten nur Dinge mitgenommen werden, die wirklich noch benötigt werden. Alte Kleidung, kaputte Teppiche oder Geräte, die nicht mehr genutzt werden können, sollten direkt entsorgt werden. Das vereinfacht nicht nur den Umzug. sondern spart auch gleichzeitig Zeit und Geld. Und es verschafft von Anfang an in den neuen Vier Wänden mehr Luft zum Atmen.

Ausmisten ist nicht einfach. Liste deshalb die Dinge auf, die dir wichtig sind und überlege, welche Dinge du loslassen kannst, weil du sie eigentlich nicht mehr brauchst:

▶︎ Was brauche ich wirklich!? ▶︎ Was kann vielleicht weg? ▶︎ Was kann ich weggeben/ wegwerfen.

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INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG