• Ein Tee oder Aufguss aus Lavendel, Melisse und Waldmeister kann leichte Kopfschmerzen vertreiben. Auch Schlüsselblumentee wirkt. Im Übrigen kann auch ausreichend Wasser (am besten ohne Kohlesäure) alleine die Kopfschmerzen lindern – besonders dann, wenn diese durch Flüssigkeitsmangel bedingt sind.
  • Ein alt bekanntes Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist Kaffee mit Zitrone. Eine Tasse Espresso mit dem Saft einer halben Zitrone und das am besten ungesüßt. Klingt nicht gerade lecker, kann jedoch bei einem brummenden Schädel helfen.
  • Melissengeist ist ein uraltes Hausmittel, das nach wie vor „in“ ist. Ein paar Tropfen auf ein Stück Zucker aufgetragen und eingenommen, können eine Linderung der Kopfschmerzen bewirken.
  • Kälte hilft bei Spannungskopfschmerzen. Ein in ein Handtuch gewickelter Eisbeutel oder ein kalter Waschlappen auf Stirn und Schläfen oder Nacken lindert den Schmerz – ebenso wie gekühlter Quark.
  • Bei Kopfschmerzen durch Verspannungen im Nackenbereich hilft Wärme. Eine nicht zu heiße Wärmflasche oder ein angewärmtes Kirschkernkissen lockert die verspannten Muskeln und trägt so zur Minderung bei. Extra-Tipp: Hier hilft auch eine Auflage aus warmen, zerdrückten Pellkartoffeln, die in ein Tuch eingeschlagen werden.
  • Extra-Tipp: Ein Spaziergang reicht oft schon aus, um die lästigen Kopfschmerzen zu verjagen. Tägliches Bewegen an der frischen Luft lässt sie erst gar nicht aufkommen. Treten die Schmerzen aber immer wieder und massiv auf, dann kann es ich um eine ernsthafte Krankheit wie Migräne handeln, die unbedingt behandelt werden muss.
  • Ein bekanntes und beliebtes Hausmittel gegen akut auftretend Zahnschmerzen ist die Gewürznelke. Einfach eine Nelke möglichst dicht am betroffenen Zahn zerkauen – und wir können dankend auf Aspirin und Paracetamol verzichten.
  • Bei Zahnschmerzen, die auf eine Entzündung zurückzuführen sind kann hochprozentiger Alkohol (z.B. Melissengeist) helfen. Möglichst aber nicht trinken, sondern lediglich Zahnfleisch und Mundhöhle damit spülen!
  • Zur äußerlichen Anwendung eignen sich warme Zwiebeln. Klingtverrückt, ist es aber nicht. In ein dünnes Küchentuch eingewickelt können die erhitzten Zwiebeln, die im Bereich des schmerzenden Zahnes an die Wange gedrückt werden wirklich helfen, die Zahnschmerzen zu lindern.
  • Extra-Tipp: Melisse, Nelke und Zwiebel können akute Zahnschmerzen lindern, aber in keinem Fall den Besuch beim Zahnarzt verhindern. Sie sind ebenso wie andere Schmerzmittel auch keine Dauerlösung. In jedem Fall gilt: So schnell wie möglich, einen Termin beim Zahnarzt machen. Und auch hingehen!
  • Ein Glas warme Milch mit Honig ist seit Oma’s Zeiten das beste Hausmittel bei Halsschmerzen. Tatsächlich wirkt die Wärme wohltuend und beruhigt die angegriffene Rachenschleimhaut.
  • Ein warmer Kräutertee (z.B. mit Arnika, Kamille oder Salbei) hat bei Halsschmerzen ebenfalls positive Effekte. Er kurbelt die Flüssigkeitsversorgung an, sorgt für wohlige Wärme von innen und tut der strapazierten Rachenschleimhaut gut. Die Alternative füralle bekennenden Milch-Gegner.
  • Bei Halsschmerzen kann regelmäßiges Gurgeln hilfreich sein, um die gereizte Rachenschleimhaut zu beruhigen und zu befeuchten. Aber nur, wenn wir mehrmals am Tag, etwa alle zwei Stunden gurgeln (ohne zu schlucken) – egal ob mit Arnika oder Wasser mit Zitrone.
  • Ein warmer Halswickel tut bei Halsschmerzen gut und hat schmerzstillende Effekte. Doch besser als als jeder warme Wickel oder jede Kompresse ist ein kalter Wickel – der klassische „Prießnitz-Wickel“.
  • Extra-Tipp: Prießnitz-Wickel einfach gemacht. Ein kleines Handtuch in kaltes Wasser eintauchen, auswringen und im Gefrierfach kurz anfrieren lassen, dann um den Hals legen. Anschließend einen dicken Wollschal darüber wickeln und sich etwa eine Dreiviertelstunde lang ruhig verhalten. Was passiert? Der Körper reagiert auf den Kälteschock, indem er Wärme produziert und ins Schwitzen kommt. Dadurch werden die Erreger-Toxine aus dem Hals abtransportiert. Schmerz ade!
  • Oma’s Wärmflasche (nicht zu heiß) kann die Schmerzen im Bauch abschwächen und für Entspannung sorgen. Alternativ zu einer Wärmflasche können wir auch ein Kirschkernkissen verwenden. (Vor Gebrauch einfach im Backofen oder in der Mikrowelle aufwärmen.) Neben Wärmflasche oder Kissen können auch ein klassischer Bauchwickel oder eine Kompresse helfen.
  • Tee ist die natürliche Medizin Nummer Eins gegen anhaltende Bauchschmerzen. Dabei können die verschiedensten Teesorten helfen: Kamille beruhigt die Magenschleimhaut. Fenchel hat eine krampflösende Wirkung und eignet sich besonders bei Magenkrämpfen und Unterleibsschmerzen. Ingwer entspannt die Muskeln im Bauch- und Magenraum. Salbei wirkt antibakteriell und hilft gegen Blähungen und bei Darmkrämpfen.
  • Bei akuten Bauchschmerzen kann eine sanfte Massage des Bauches dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern. Besonders geeignet für die Massage sind Thymian- und Lavendelöl. Praxis-Tipp: Bei der Bauchmassage einfach mit der flachen Hand kreisende Bewegungen rund um den Bauchnabel ausführen.
  • Extra-Tipp: Bauchschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben. Wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten und sich mit den bewährten Hausmitteln nicht beruhigen lassen, sollten Sie zusammen mit dem Arzt oder der Ärztin, Heilpraktiker/in oder Ernährungsberater/in Ihres Vertrauens die genauen Ursachen herausfinden und nicht nur die Symptome mit Medikamenten behandeln lassen.
  • Zu den klassischen Hausmitteln gegen Rückenschmerzen gehört einentspannendes Bad. Die Wärme in der Badewanne fördert die Durchblutung und lockert die Rückenmuskeln. Zudem baut ein Vollbad jede Menge Stress ab – eine der Hauptursachen von Rückenschmerzen. Wer mag, kann , können dem Badewasser ätherische Badeöle zugeben, um die Wirkung zu verstärken. Dazu eignen sich zum Beispiel Wacholder, Arnika, Thymian, Kampfer und Rosmarin. Im Übrigen kann auch ein Saunagang Wunder wirken und verspannte Muskeln in Rücken und Nacken schnell und nachhaltig lockern.
  • Auch die berühmte Wärmflasche kann dem Rücken helfen. Auf die richtige Temperatur gebracht, wirkt die wohltuende Wärme schmerzhaften Verspannungen im Rücken entgegen. Denselben Effekt hat ein Kartoffel-Umschlag: Gekochte Kartoffeln schälen und grob zerdrücken. Den Brei in ein Stofftuch einschlagen und auf die schmerzende Partie des Rückens legen!
  • Rückenschmerzen gehen besonders häufig auf muskuläre Verspannungen zurück. Hier hilft eine sanfte Massage, um die Spannung zu lösen und damit auch den Schmerz zu reduzieren. Dabei können ätherische Öle wie zum Beispiel Lavendel oderThymian die Wirkung verstärken.
  • Extra-Tipp: Wer sich mit Rückenschmerzen ins Bett verkriecht, macht genau das Falsche. Nur bei den wenigsten Ursachen ist Bettruhe angesagt. In der Regel hilft Bewegung dem Rücken weit besser. Schon ein Spaziergang an der frischen Luft kann wahre Wunder wirken.

Natur Pur – von A bis Z

Schmerz lass nach! Sinn und Zweck von Schmerzmitteln ist es Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen. Das geht mit einfachen Mitteln, die die Natur für uns bereit hält. Es gibt Kräuter und Pflanzen, die alles können, was wir von einem wirksamen Schmerzmittel erwarten.

Arnika

Arnika ist seit Jahrhunderten als natürliches Heil- und Schmerzmittel bekannt. Heute werden die Inhaltsstoffe der Heilpflanze in Form von Gel oder Salbe bei Verletzungen wie Quetschungen, Blutergüssen und Prellungen zur Linderung der Schmerzen und Beschleunigung des Heilungsprozesses genutzt. Zudem hilft Arnika auch bei Muskel- und Sehnenzerrungen. Bei Arthritis und rheumatischen Beschwerden ist es eine natürlich verträgliche Alternative zu synthetischen Schmerzmitteln wie zum Beispiel Ibuprofen.

Brennessel

Brennessel reinigt nicht nur das Blut, sondern wird seit Urzeiten auch erfolgreich zur Behandlung von unzähligen Beschwerden und damit auch zur Schmerzlinderung eingesetzt – unter anderem bei Durchfall, Fieber, Asthma, Bronchitis, Muskel- und Gelenkentzündungen, entzündlichen Darmerkrankungen und Erkrankungen des Harnwegs. Mit dem Rückgang der jeweiligen Krankheit geht auch der dazugehörige Schmerz zurück – außer bei Haarausfall.

Cayennepfeffer

Cayennepfeffer (eine Chili-Art) enthält Capsaicin. Capsaicin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der dem Cayennepfeffer nicht nur seine unverwechselbare Schärfe gibt, sondern dank seiner Wirkstoffe auch bei Rheumatismus, Ischias-Beschwerden und Prellungen aller Art schmerzstillend wirken kann. Er setzt an den Schmerzrezeptoren an und macht die dortigen schmerzenden Stellen weitestgehend unempfindlich. Die volle Wirkung entfaltet sich allerdings nicht sofort, sondern erst nach einer gewissen Zeit.

Curcuma (Gelbwurzel)

Mögen Sie Curry? Das Gewürz, das aus einem Mix verschiedenster Kräuter besteht, weist meist eine gelbliche Farbe auf. Verantwortlich dafür ist die Curcuma (Gelbwurzel), die dem Curry in der Regel beigemischt wird. Diese tropische Pflanze kann jedoch mehr: Sie kann auch als alternatives Schmerzmittel eingesetzt werden. Der ihr eigene Wirkstoff Curcumin hilft, Schmerzen im Körper zu blockieren und Entzündungen zu bekämpfen.

Ingwer

Gegen jede Krankheit ist ein natürliches Kraut gewachsen. Und speziell gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eine besondere Wurzel, die aber auch Migräne und Übelkeit lindern kann. Ob roh oder gekocht – auch bei Magen-Darm-Beschwerden und rheumatisch bedingten Schmerzen kann Ingwer entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Überzeugen Sie sich selbst von der heilenden Wirkung der aromatischen Ingwer-Wurzel!

Kamille

Die Kamille ist eine der ältesten und am meisten verwendeten Heilpflanzen. Kamille beruhigt, löst Ängste und entspannt. Doch die Kamille kann noch mehr. Sie regt den Stoffwechsel an und wirkt hemmend auf bakterielle Gifte. Zusammen mit ihrem entzündungshemmenden Potential sowie den Blut verdünnenden Eigenschaften ist die Heilpflanze mit dem goldgelben Blütenkopf ein Mittel, das ohne Nebenwirkungen Schmerzen lindern und sogar das Sterberisiko verringern kann.

Knoblauch

Nicht jeder mag Knoblauch – zum einen wegen seines Geschmacks, zum anderen wegen seines Duftes. Doch die Zehen der Knolle sind nicht nur gesund, sondern können auch bei Schmerzen äußerst hilfreich sein. Knoblauch hilft nicht nur bei Arteriosklerose, sondern kann auch Gelenkschmerzen lindern, die durch Arthritis entstanden sind. Gleiches gilt für Beschwerden aufgrund von Rheuma, Hexenschuss, Ischias, Insektenbissen und vieles mehr.

Pfefferminze

Jeder von uns kennt den typisch frischwürzigen Pfefferminz-Duft. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass das duftende Heilkraut auch gegen Kopfschmerzen hilft. Insbesondere bei Spannungskopfschmerz sorgt Pfefferminzöl durch seine entkrampfende Wirkung für Linderung. Bei Migräne so wie bei Zahnfleischproblemen, Blähungen und Magen-Darm-Krämpfen hilft eine starke Pfefferminz-Tinktur

Teufelskralle

Die in Südafrika heimische Teufelskralle hat Früchte, die wie Krallen aussehen. Ihre Wurzel kann zur Behandlung von allerlei Krankheiten (u.a. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Galle, der Leber und der Nieren) genutzt werden Sie kann aber auch bei Rückenschmerzen und Weichteilrheumatismus so wie bei Kopf- und Nervenschmerzen (Neuralgien) Linderung verschaffen und eignet sie sich besonders zur Behandlung von Arthrose und anderen Gelenkschmerzen.

INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG