Schmerz, lass nach!

Schmerzen gehören zum Leben. Wirklich? Ja, denn jeder Schmerz ist ein Warnsignal, das uns auf eine Verletzung oder Krankheit hinweisen und vor Schlimmerem bewahren will. Hören wir auf die Warnung und reagieren wir auf die Signale, können wir die Ursachen des Schmerzes bekämpfen und damit auch den Schmerz selbst. Die Frage ist also nicht, ob und wie lange wir den Schmerz aushalten müssen, sondern wie wir ihn behandeln.

Schmerz als Warnsignal

So lange wir den Schmerz nur als ein unangenehmes oder bedrohliches Gefühl empfinden, werden wir immer wieder automatisch und reflexartig zu dem Schmerzmittel greifen, das sofortige Abhilfe verspricht – besonders dann, wenn selbst der kleinste Schmerz schon Angst und Panik in uns auslöst.

Wenn wir den Schmerz als Warnsignal verstehen und wenn wir um die Risiken und Nebenwirkungen der angebotenen pharmazeutischen Produkte und Präparate wissen, habe wir die Wahl: Wir können frei entscheiden, ob wir den Schmerz lieber mit der chemischen Keule betäuben oder seine Ursachen mit natürlichen Mitteln bekämpfen, die unserer Gesundheit mit Sicherheit um einiges zuträglicher sind.

Mit dem Wissen, dass es Alternativen gibt, sind wir nicht länger einer Industrie ausgeliefert, die von unseren Schmerzen lebt. Und mit der Gewissheit, dass wir die Auslöser bekämpfen und bis auf wenige Ausnahmen alle Arten von Schmerzen mit natürlichen Mitteln besiegen können, hat jeder von uns eine Waffe, die er ab sofort jederzeit gegen den automatischen Griff zu Aspirin & Co. einsetzen kann.

Wer kennt das nicht…

…plötzlich hämmert es im Kopf, es pocht im Zahn, es zieht und zerrt zwischen Nacken und Steißbein. Wie aus heiterem Himmel treten Schmerzen auf, die uns nicht nur die gute Laune und den Tag vermiesen, sondern auch ganz schön zu schaffen machen. Egal, woher die Schmerzen auch immer kommen, die meisten von uns greifen unvermittelt zu dem nächstbesten Schmerzmittel, das schnelle Linderung verspricht. Dabei denkt kaum jemand an mögliche Risiken oder Nebenwirkungen. Hauptsache, die Schmerzen verschwinden so schnell wie möglich.

Im Grunde ist es auch kein Problem, wenn wir verantwortungsvoll mit den Mitteln aus der Apotheke umgehen. Doch der leichtfertige Umgang auch und gerade mit den vermeintlich harmlosen und rezeptfreien Schmerzmitteln kann gefährlich sein. Die gute Nachricht: Ob Kopf-, Zahn-, Rücken- oder Bauchschmerzen, die Natur hält weniger gefährliche und gesündere Mittel bereit, die genauso gut und oft besser helfen – und vor allem ganz ohne Risiko und Nebenwirkungen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Alleine in deutschen Apotheken gehen jährlich Schmerzmittel im Wert von über 700 Millionen Euro über den Ladentisch – die meisten davon rezeptfrei. Geschätzte vier Millionen Menschen greifen hierzulande täglich zu den chemischen Keulen, die laut Hersteller in Minuten wirken sollen – jederzeit und überall, zuverlässig und gut verträglich.

Der Griff zu einer Tablette, mit der wir angeblich wie mit einem Lichtschalter sofort und problemlos den Schmerz ausschalten können, ist nur zu verständlich. Der Blick auf die beiliegende Bedienungsanleitung ist für die meisten von uns weniger verständlich. Den teilweise bis zu einem halben Meter langen Beipackzettel kann kaum jemand ohne medizinisches Lexikon verstehen, geschweige denn entschlüsseln. Vielleicht ist das auch gut so. Denn wer sich die ellenlangen Beipackzettel von Aspirin & Co. anschaut, lernt schnell seine Kopfschmerzen zu schätzen.

Obwohl die Liste der Gefahren bei den frei verkäuflichen Schmerzmitteln länger Ist als die Liste der positiven Wirkungen, lohnt es sich dennoch in jedem Fall, die Packungsbeilagen aufmerksam zu lesen und die Hinweise darin ernst zu nehmen. So können wir zumindest Schlimmeres verhüten – von Sodbrennen und Magen-Darm-Beschwerden bis zu Nierenschäden und Hirnblutungen. Wir lernen, dass die verschiedenen Schmerzmittel sich im Grunde nur in Art und Stärke ihrer Wirkung unterscheiden. Und dass das beliebige Schlucken der Pillen schlimme Folgen für unsere Gesundheit haben kann. Erst recht wenn es zur Gewohnheit wird.

Vorsicht bei rezeptfreien Schmerzkillern

Keine Frage: Bei akuten und heftigen Schmerzattacken hilft Zähne zusammenbeißen nicht wirklich. Da ist es in der Tat besser zu einem Schmerzmittel aus der Apotheke zu greifen. Dabei ist in jedem Fall ein Mittel mit nur einem Wirkstoff gesünder als ein Kombinationspräparat. Doch auch einfache Schmerzmittel sollten nicht wahllos und beliebig, sondern so selten und so niedrig dosiert wie möglich zum Einsatz kommen.

Viele Präparate enthalten gleich mehrere Wirkstoffe gegen Schmerzen – zum Beispiel ASS zusammen mit Paracetamol. Mitunter wird auch Koffein beigesetzt (zum Beispiel bei Thomapyrin). Eine ebenso unsinnige und überflüssige wie gefährliche Kombination. Zum einen wirkt sie nicht schneller und besser als ein einfaches Schmerzmedikament, das nur einen Wirkstoff enthält. Zum anderen erhöht sich bei Kombi-Präparaten die Suchtgefahr erheblich. So kann die belebende Wirkung des Koffeins schnell dazu verleiten, das Mittel öfter und länger als nötig einzunehmen. Und beim Entzug drohen dann wieder Fieber und Kopfschmerzen – ein Teufelskreis ohne Ende.

Ob Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen: Die rezeptfreien Schmerzkiller unterscheiden sich letztlich nur in ihren verschiedenen Nebenwirkungen oder auch darin, für wen sie besser oder schlechter geeignet sind, wer sie mehr oder weniger gut vertragen kann. Kein Präparat ist frei von Risiken und jedes kann bei dauerhafter Einnahme abhängig machen.

Natürliche Mittel gegen Schmerzen

Schmerz lass nach! Sinn und Zweck von Schmerzmitteln ist es, Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen. Und das geht – ob Sie es glauben oder nicht – auch ohne Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke befragen zu müssen. Es gibt Kräuter und Pflanzen, die alles können, was wir von einem wirksamen Schmerzmittel erwarten. Und es gibt auch simple Hausmittel, mit denen wir unsere Schmerzen gut behandeln können. Es sind zum Teil uralte Rezepte, die auf natürliche Weise helfen, lindern und heilen – ganz ohne Risiko und Nebenwirkungen. Die Auswahl an schmerzstillenden Pflanzen und wirksamen Hausmitteln ist groß. Es sind natürliche Mittel und Rezepte, die sich schon tausendfach bewährt haben und die keine Beipackzettel benötigen, weil es keine unangenehmen Nebenwirkungen gibt.


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Schmerz lass nach! Akute oder chronische Schmerzen macht jeder von uns einmal durch. Die meisten greifen dann zu den gängigen Schmerzmitteln. Doch die haben oft unerfreuliche Nebenwirkungen. Immer mehr Menschen wird allmählich wieder bewusst, dass es auch natürliche und in jedem Fall gesündere Mittel gegen den Schmerz gibt. In dieser Ausgabe unserer Ratgeber-Reihe „PRAXIS GESUNDHEIT PUR“ erfährst du alles über den Segen und Fluch von Schmerzmittel und welche natürlichen Alternativen es gibt, die genauso wirksam oder sogar noch wirksamer als Aspirin & Co. sind.


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