Die Quelle der Kraft
Wir alle müssen manchmal Dinge tun, die beängstigend oder schmerzlich sind. Manchmal müssen wir einen Schritt wagen, der uns fast unmöglich erscheint. Da kann es nicht schaden, wenn wir uns auf eine Quelle zurückbesinnen, die seit jeher den Menschen Kraft gegeben hat. Es ist der Glaube.
Was ist Glaube?
Wenn es um die Frage des Glaubens geht, hat wohl jeder von uns seinen eigenen persönlichen Standpunkt. Der sei ihm auch gegönnt. Jeder kann und soll glauben, was er will. Aber jedem sollte auch klar sein, dass der Glaube eine entscheidende Rolle in seinem Leben spielt – ob er will oder nicht.
Es gibt tausend Dinge, die wir nicht sehen, beweisen oder wissen können. Wir müssen sie einfach glauben. Glauben heißt also zuerst einmal ganz einfach, Dinge zu akzeptieren und als wahr anzunehmen, die wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können. Glauben heißt aber auch Vertrauen – zum Beispiel darauf zu vertrauen, dass sich unsere Hoffnungen und Erwartungen, die wir an unseren Glauben knüpfen, erfüllen.
Aber ist Glaube wirklich nur etwas, das wir uns erhoffen, was wir aber nicht genau wissen? Ist Glaube eine „Einbildung“, die erst da anfängt, wo der Verstand aufhört. Nein! Wir müssen den Verstand nicht an der Garderobe abgeben, wenn wir das Wagnis des Glaubens eingehen.
Glauben braucht Wissen
Glaube wird manchmal als Gegensatz zu Wissen verstanden. Doch Glaube ist kein Ersatz für Wissen. Und Wissen macht Glauben nicht überflüssig. Es sind zwei verschiedene, sich ergänzende Methoden, die Wirklichkeit zu begreifen. Wissen und Glauben brauchen einander. Wissen ohne Glauben birgt die Gefahr, sinnlos und unmenschlich zu werden. Dort, wo unser Wissen nicht mehr weiterhilft, sagt uns unser Glaube, was wir tun und lassen müssen, was richtig oder falsch ist.
Glauben ohne Verstand ist ebenso naiv wie gefährlich. Zu einem „vernünftigen“ Glauben gehört, dass wir das Geglaubte durchdenken, überprüfen und erfassen, was es für unser Leben bedeutet. Wir müssen abwägen, ob es gute Gründe für unseren Glauben gibt, und ob sich für uns lohnt, unser Leben darauf aufzubauen. Die Wirkung des Glaubens erfahren wir, wenn wir ihn wagen und zur Grundlage unseres Lebens machen.
Alle entscheidenden Fragen in unserem Leben sind letztendlich Fragen des Glaubens, den wir entwickeln, und der Überzeugungen, die wir in uns tragen. Die Antworten erhalten wir, wenn wir nach unserem Glauben und unseren Überzeugungen handeln.
Glaube wirkt immer
Nun gibt es Menschen, die von sich behaupten, an nichts zu glauben, und alles rational erklären zu können. Bei dem vergeblichen Versuch sich einzureden, dass sie an nichts glauben, merken diese Menschen nicht einmal, dass sie glauben. Jeder, der denkt, glaubt – auch wenn es oft nur aus Trotz das Gegenteil von den Dingen ist, von denen andere überzeugt sind. Kein Mensch kann existieren, ohne zu glauben. Selbst Aberglaube und Unglaube sind eine Art Glauben. Solange wir leben, glauben wir – und umgekehrt.
Warum konzentrieren sich alle großen Religionen und Sekten und Völker auf den Glauben? Weil sie wissen, dass es funktioniert. Es ist egal, was wir glauben und woran wir glauben – Glaube wirkt immer. Wir können an einen Talisman glauben, an das goldene Kalb oder an eine heilige Kuh, an eine Statue oder ein Idol, an einen Führer oder an einen Gott – je stärker der Glaube ist, desto wirksamer ist er. Wir leben, was wir glauben.
„Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“
Marie von Ebner-Eschenbach
Der Glaube an uns selbst
Natürlich hat jeder von uns die Freiheit zu glauben, was er will. Niemand kann uns – außer vielleicht durch eine jahrelange Gehirnwäsche – zu einem „blinden“ Glauben zwingen. Aber wir selbst können jenseits von jeder Philosophie, Weltanschauung oder Religion einen Glauben aufbauen, der Berge versetzt – den Glauben an uns selbst. Auf der ganzen Welt gibt es keine einzige Lebensphilosophie, der zufolge ein Mensch etwas erreichen kann, wenn er nicht an sich selbst glaubt. Nenne mir einen Grund, weshalb es bei dir anders sein sollte!
Sechs Glaubenssätze eines Gewinners
- Ich glaube daran, dass ich ständig dazulerne.
- Ich glaube daran, dass ich innerlich wachse.
- Ich glaube daran, dass ich zur richtigen Zeit die richtigen Ideen habe.
- Ich glaube daran, dass ich immer die nötige Kraft habe, mein Ziel zu erreichen.
- Ich glaube daran, dass ich mich von Tag zu Tag verbessere und damit auch mein Leben.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
Ich glaube an mich und meine Ziele.
