Herbstspaziergang mit COPD

Herbsttage können wunderschön sein. Und ebenso romantisch wie mystisch, wenn sich eine Nebeldecke über die Landschaft legt. Doch gerade für Menschen mit COPD können sie auch zur Herausforderung werden. Denn der Nebel wirkt wie ein Reizstoff, der die Atemprobleme zusätzlich verstärken kann. Was lässt sich dagegen tun?

Nebel ist kalt und feucht

Bei Nebelbildung kommen in der Regel zwei Faktoren zusammen, die den Atemwegen schaden:

  • Zum einen ist Nebel kalt, was die Folge hat, dass die Bronchien sich zusammenziehen und dadurch die Atmung erschwert wird.
  • Zum anderen kann auch die Feuchtigkeit der Luft zur Herausforderung werden, wenn die Schleimhaut zu viel Wasser aufnimmt.

Die Folge: Die bronchialen Schleimhäute schwellen an und verengen dabei die Atemwege. Das kann Symptome wie Husten und Atemnot verstärken. Zudem ziehen die Wasserpartikel im Nebel Schadstoffe nahezu magisch an, sodass diese bei der Einatmung tiefer in die Lunge hinein befördert werden. Deshalb solltest besonders bei nebligem Wetter auf starke körperliche Belastungen verzichten. Doch einem Herbstspaziergang steht nichts im Wege.

Tipps für den Spaziergang

  • 1. Trinke einen heißen Tee, um den Brustkorb vorzuwärmen, bevor du das Haus verlässt!
  • 2. Ein wolliger oder haariger Schal über Nase und Mund, in den du ein- und ausatmest, schützt die Atemwege vor kalter Luft.
  • 3.Statt eines Stadtbummels empfiehlt sich ein Waldspaziergang, der mehr saubere Luft bietet.
  • Extra-Tipp: Lass es zunächst langsam angehen und beobachte, wie deine Lunge auf Kälte und Nebel reagiert!

INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG