Loslassen: Der Schlüssel zum Glück
Gehörst du zu den Menschen, die nicht sehen wollen, dass sie eine unglückliche Beziehung führen oder dass der Job sie aufreibt? Biegst du dir auch lieber alles so zurecht, wie es dir passt, obwohl du manchmal am liebsten alles hinschmeißen würdest? Fällt es dir schwer loszulassen? Wenn ja, dann hast du jetzt – wie immer im Leben – zwei Möglichkeiten. Entweder du quälst dich weiter in deinem selbstgewählten Käfig und stirbst jeden Tag ein bisschen mehr. Oder du lernst loszulassen und schaffst neuen Raum, um befreit von Hemmnissen und Altlasten jeden Tag ein bisschen mehr zu leben.
Die Kunst des Loslassens
Loslassen heißt, Platz machen für das Neue! Loslassen heißt, sich von der Vergangenheit lösen, sich von Altlasten befreien und Dinge aus dem Weg räumen, die uns blockieren und hemmen, die uns bedrücken und unser Leben erschweren. Es heißt auch, uns von Personen und Gewohnheiten zu trennen, die unsere persönliche Freiheit einschränken, die unserer Entfaltung und Entwicklung entgegenstehen. Loslassen bedeutet sich frei machen. Und die Freiheit beginnt im Kopf. Egal ob negative Erfahrungen, schlechte Menschen oder ungesunde Lebensweisen — du musst sie loslassen, damit du wieder wirklich zufrieden sein kannst. Denn alles, woran du im Moment festhältst, hindert dich an deinem Glück.

Die Vergangenheit loslassen
Wer in der eigenen Vergangenheit festhängt, kann nicht positiv in die Zukunft sehen. Der ständige Blick zurück lässt keine Möglichkeiten erkennen, keine neuen Wege sehen oder Menschen entdecken, die uns dabei begleiten könnten. Wenn wir uns täglich mit „Was wäre, wenn?“ Fragen oder „Ach, hätte ich doch nur!“ Selbstvorwürfen konfrontieren, dann lassen wir unsere Energie in die falsche Richtung fließen. Mit negativen Erinnerungen an die Vergangenheit sind oft auch starke Emotionen wie Wut, Ärger, Trauer oder Verbitterung verbunden, die sich auch in unserem Körper festsetzen und uns auf Dauer krank machen.
Statt in die Vergangenheit, können wir unsere Gedanken und Gefühle genauso gut in die Zukunft richten. Dazu bedarf es keines Wunders, sondern lediglich der bewussten Entscheidung endlich die Vergangenheit loszulassen. Wenn wir es schaffen, die Fesseln der Vergangenheit zu lösen, wird etwas Wunderbares passieren. Unabhängig von dem, was hinter uns liegt, wird ein völlig neues Lebensgefühl in uns wachsen. Wir werden wir frei sein. Wir können in ein neues Leben starten und mit dem emotionalen Neustart neue Möglichkeiten und Menschen entdecken, die unser Leben bereichern.
An der Vergangenheit festhalten – aus welchem Grund auch immer – ist die größte Vergeudung von Energie. Energie, die wir besser darauf verwenden können, unsere Gegenwart – das Heute, in dem wir leben – gut zu gestalten. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, uns aber von ihr lösen. Wir können unsere Vergangenheit als das akzeptieren, was sie ist: eine Kette von Erfahrungen, aus der wir unsere Lehren ziehen können. Wir schaffen die Voraussetzung dafür, dass unsere Wut und Verletzung in Vergebung münden, dass aus Angst und Bitterkeit in uns Friede, Freude und Liebe werden.
Vergangenem nachtrauern heißt Gegenwärtiges versäumen.

Loslassen ist Kopfsache
Loszulassen bedeutet im Grunde nichts weiter, als zu entscheiden, dass das Vergangene dich von nun an nicht mehr belasten soll. Es bedeutet zu akzeptieren, dass es so war, wie es war. Das heißt nicht, dass du das Erlebte leugnest oder in die hinterste Ecke deines Kopfes verdrängst. Was passiert ist, ist passiert. Daran kannst du eh nichts mehr ändern.
Es geht jetzt ganz einfach nur darum, die Vergangenheit als Teil deiner Geschichte zu akzeptieren und gleichzeitig zu wissen, dass du hier und jetzt eine neue Geschichte zu schreiben beginnst. Loslassen ist im Grunde reine Kopfsache: wir entscheiden uns von nun an den Blick nach vorne zu richten. Es wird dir nicht von heute auf morgen gelingen. Aber du kannst es lernen und jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorne machen. Und so gehts:

1. Lerne zu akzeptieren!
Der erste Schritt ist zu akzeptieren, dass es so war, wie es war. Akzeptiere ohne Groll, dass die Welt nicht immer gerecht ist und dass sich andere Menschen nicht immer so verhalten, wie du es dir vielleicht wünschst. Trauere nicht der Vergangenheit nach, sondern behalte die schönen Erinnerungen im Kopf!
2. Erkennen negative Auswirkungen!
Mach dir bewusst, welche negativen Auswirkungen das Festhalten an auf dein Leben hat. Schreib dir ruhig einmal auf, in welchen Bereichen dich vergangene Erlebnisse beeinflussen, welche körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen es verursacht und wie es dich in deinem Leben einschränkt.
3. Wäge Vor- und Nachteile ab!
Überlege dir, welche Folgen das Loslassen haben könnte. Stelle dir folgende Fragen: „Was gewinne ich, wenn ich loslasse?“ und „Was verliere ich?“. Die ehrlichen Antworten lassen dich erkennen, was sich loszulassen lohnt.
4. Entscheide dich bewusst!
Wenn du weißt, wen oder was du loslassen willst, und die Entscheidung für dich getroffen hast, bekommst du den Kopf frei. Du kannst dich dann immer bewusst stoppen, bevor du dich wieder in einer Gedankenspirale aus Selbstvorwürfen und Wunschvorstellungen verlierst.
5. Miste einfach aus!
Wenn es dir immer noch schwerfällt, den Kopf frei zu bekommen, kann Ausmisten helfen – nicht nur in deiner Wohnung, sondern auch auf emotionaler Ebene: Brauchst du eine Person oder die negativen Gefühle noch? Indem du dich von unnützen Gegenständen trennst, fühlst du dich garantiert direkt befreiter.
Unser Buchtipp:

Die Kunst des Loslassens
Gehörst du auch zu den Menschen, die nicht sehen wollen, dass sie eine unglückliche Beziehung führen oder dass der Job sie aufreibt? Biegst du dir auch lieber alles so zurecht, wie es dir passt, obwohl du manchmal am liebsten alles hinschmeißen würdest? Fällt es dir schwer loszulassen? Wenn du dich von belastenden Dingen löst oder von Personen, die dir schaden, sparst du Kräfte und Energien, die du für dich selbst einsetzen kannst. Wie es funktioniert, verrät dir dieser kleine praktische Ratgeber.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
