Kein anderer Lebensbereich spiegelt unsere eigene Persönlichkeit stärker wider als unsere Beziehungen. Doch Beziehungen laufen nicht einfach ganz von alleine. Damit sie funktionieren und lange halten, müssen wir bereit sein, etwas dafür zu tun. Umso wichtiger ist es, Klarheit in unseren Beziehungen zu schaffen, damit wir und die anderen wissen, wo wir stehen.

Familiensituation klären

Der wichtigste private Bereich ist bei den meisten von uns die Familie. Deshalb besteht auch hier der dringlichste Klärungsbedarf. Vielleicht ist der Kontakt zu Ihrer Familie gestört oder völlig abgebrochen. Dann können Sie jetzt selbst entscheiden, ob Sie sich weiter von Ihrer Familie zurückziehen oder versuchen, den Kontakt zu einzelnen Familienmitgliedern wieder aufleben zu lassen. Sie haben die Wahl. Es liegt an Ihnen, den für ihn passenden Weg zu wählen. Egal wie, denken Sie daran: Der wichtigste Mensch in Ihrem Leben sind Sie. Und Ihre vordringlichste Aufgabe ist es jetzt, Sorge für sich selbst zu tragen – egal was die anderen machen oder denken. Das mag egoistisch klingen, ist aber der einzige Weg, um Ordnung in Ihr Leben zu bringen.

Beziehungen überprüfen

Überlegen Sie nicht nur, wie Sie Ihre Beziehungen innerhalb der Familie klären, sondern auch wie Sie mit den anderen Menschen in Ihrer Umgebung umgehen wollen – mit Freunden, Bekannten und lieben Verwandten. Trennen Sie sich von Beziehungen, die sich für Sie nicht lohnen, oder – wenn das nicht ganz möglich ist – reduzieren Sie den Kontakt mit den Leuten, die Ihnen nicht gut tun, auf das absolut notwendige Minimum. Konzentrieren Sie Ihre Energie auf die Personen, mit denen Sie vertraut und ungezwungen umgehen, auf die Sie sich verlassen und die Ihnen auf dem neuen Weg Rückhalt geben können – kurz gesagt: Menschen, die Ihnen guttun!

Alte Freundschaften auffrischen

Möglicherweise sind Ihre früheren Freundschaften – aus welchen Gründen auch immer – ein wenig in die Schieflage geraten oder ganz in die Brüche gegangen. Doch es gibt garantiert irgendwo Leute von früher, mit denen Sie sich einmal gut verstanden haben.Der eine oder andere von ihnen wird sich immer noch gerne an Sie erinnern und sich freuen, wenn Sie sich mal wieder melden. Alte Freundschaften lassen sich auch nach langer Zeit wieder beleben. Entdecken Sie die Freunde wieder, die sie schon haben! Machen Sie sich auf die Suche nach der Klassenkameradin im Internet, rufen Sie einen alten Spezi an.

Freundschaften bewusst pflegen

Alle Freundschaften sind Prüfungen ausgesetzt. Manche Freundschaften kommen und gehen. Manche verlaufen im Sand. Manche Freundschaften dauern ein Leben lang. Aus manchen Freundschaften entstehen Liebesbeziehungen. Und umgekehrt können aus Liebesbeziehungen Freundschaften werden. Wenn Sie einen wirklich guten Freund haben, dann pflegen Sie diese kostbare Freundschaft, indem Sie auch umgekehrt für ihn da sind, wenn er Ihren Rat und Ihre Hilfe braucht. Eine Freundschaft beruht wie jede Beziehung auf Gegenseitigkeit.

Neue Freunde gewinnen

Wenn Sie neue Freunde gewinnen möchten, begeben Sie sich unter Menschen und zu Orten an denen Sie die Chance haben, die unterschiedlichsten Menschen zu treffen. Besuchen Sie ein Café oder eine Eisdiele, machen Sie einen Spaziergang durch den Park oder einen Schaufensterbummel. Oder sehen Sie sich einfach dort um, wo Sie eh normalerweise sind: am Arbeitsplatz, auf dem Wochenmarkt, auf dem Sportplatz, in der Volkshochschule oder in der Sauna. Kochen oder tanzen Sie gerne? Dann besuchen Sie einen Kochkurs oder eine Tanzveranstaltung? Interessieren Sie sich für Kunst? Dann besuchen Sie Museen und Galerien. Reisen Sie gerne? Dann machen Sie eine Busreise oder mit der Bahn eine Städtetour. Treiben Sie gerne Sport? Dann schließen Sie sich einem Tennis-Club oder einer Gymnastikgruppe an.

Kurzum: Tun Sie einfach, was Ihnen Spaß macht! Anlässe und Treffpunkte, bei denen Sie Menschen treffen, die Ihre Interessen und Hobbys teilen, sind nach wie vor die besten „Kontaktbörsen“. Sie werden Gleichgesinnte treffen und je Menge interessante Kontakte knüpfen können. Alles beginnt mit dem ersten Schritt!

Extra-Tipp: Schalten Sie auf der Suche nach einem Freund oder einer Freundin den Sex-Knopf aus! Wittern Sie auch nicht gleich in jedem Gegenüber einen Partner fürs Leben. Beides belastet den anderen mehr als Sie jemals ahnen.

Freundschaften bewusst pflegen

Alle Freundschaften sind Prüfungen ausgesetzt. Manche Freundschaften kommen und gehen. Manche verlaufen im Sand. Manche Freundschaften dauern ein Leben lang. Aus manchen Freundschaften entstehen Liebesbeziehungen. Und umgekehrt können aus Liebesbeziehungen Freundschaften werden. Wenn Sie einen wirklich guten Freund haben, dann pflegen Sie diese kostbare Freundschaft, indem Sie auch umgekehrt für ihn da sind, wenn er Ihren Rat und Ihre Hilfe braucht. Eine Freundschaft beruht wie jede Beziehung auf Gegenseitigkeit.

Einfach Kontakte knüpfen

Nicht nur gute Beziehungen sind Quellen, aus denen wir Energien schöpfen können. Auch Kontakte helfen uns durch den Lebensalltag. Es ist also ebenso wichtig, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Doch das ist für viele von uns gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn es uns schwer fällt, auf andere zuzugehen – aus welchen Gründen auch immer. Das müssen wir aber, wenn wir uns einem Menschen nähern wollen. Wie sonst soll er uns kennen lernen?

Die Angst vor der Ablehnung abbauen

Unabhängig davon, wie wir uns selber sehen, ist die Angst vor Ablehnung die häufigste Ursache für unsere Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen – besonders dann, wenn wir schon die eine oder andere „schlechte „Erfahrung gemacht haben. Doch was ist wirklich so schlimm daran, nicht von jedem sofort akzeptiert zu werden? Im Grunde genommen nichts – außer den falschen Schlussfolgerungen, die wir selber zu ziehen. So lange Sie jede Ablehnung als persönliche Niederlage sehen, ist die Gefahr groß, sich selbst als minderwertig zu sehen und in alte Denkweisen zurückzufallen. „Niemand mag mich“ ist die denkbar schlechteste Schlussfolgerung. Lernen Sie einfach, mit der Ablehnung locker umzugehen.! Machen Sie sich immer wieder klar, dass es nur natürlich ist, dass Sie nicht von jedem mit offenen Armen angenommen werden. Sie tun es schließlich auch nicht.

Der einfachste Weg, die Angst vor Zurückweisung zu überwinden, ist sie Schritt für Schritt abzubauen, indem Sie sich der Situation immer wieder stellen. Machen Sie ein Spiel daraus! Gehen Sie einfach auf Leute zu und nehmen Sie das Risiko einer Abfuhr bewusst in Kauf. Sprechen Sie ruhig auch mal Leute an, für die Sie sich eigentlich nicht interessieren. Das geht leichter, weil Sie weniger Druck verspüren, unbedingt alles richtig machen zu müssen. Was kann schon passieren? Sie haben nichts zu verlieren.

Mit „Smalltalk“ punkten

Vielen von uns fällt es schwer, auf andere Menschen zuzugehen – oft noch schwerer, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Manche von uns haben sich jahrelang verschlossen – vor sich selbst und den anderen. Jetzt müssen wir einfach lernen, uns wieder zu öffnen. Das fällt uns leichter, wenn wir die Kunst des Smalltalks beherrschen. Ein Smalltalk ist nicht mehr und nicht weniger als ein lockeres Gespräch, das sich um ganz alltägliche und banale Dinge dreht. Es geht nicht darum, etwas Großartiges oder Tiefschürfendes von sich geben zu müssen. Nicht die Themen sind wichtig, sondern nur die Personen, die miteinander sprechen. „Smalltalk“ heißt ganz einfach: Höflich, offen und natürlich sein, gut zuhören und Humor zeigen. Damit können Sie nicht nur die Atmosphäre lockern, sondern auch Sympathiepunkte sammeln.


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Wie pflege ich gute Beziehungen und wie knüpfe ich neue Kontakte?

Nicht nur gute Beziehungen sind Quellen, aus denen wir Energien schöpfen können. Auch Kontakte helfen uns durch den Lebensalltag. Doch Freund ist nicht gleich Freund und Beziehung ist nicht gleich Beziehung. Wie es geht, die Spreu vom Wezen zu trennen und wie wir locker ins Gespräch kommen, erfährst du in diesem kleinen praktischen Ratgeber.


INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG