
Einsamkeit hat viele Namen
Wer Lebensfreude empfindet, ist glücklich und zufrieden. Leider geht durch manche Umstände die Lebensfreude nur zu oft verloren und das Leben wird schwer – besonders wenn wir alleine sind und uns einsam fühlen. Einsamkeit hat viele Namen und Gesichter.
Nicht jeder der allein ist, fühlt sich auch einsam. Einsamkeit liegt in uns selbst begründet. Wir können Angst vor den Gefühlen haben, die in uns hochkommen, wenn wir allein sind. Wir können das Gefühl haben, wertlos zu sein und nicht geliebt zu werden. Wir können Angst vor anderen Menschen haben und davor, dass sie uns verletzen. Wir können Angst vor engen Beziehungen und Intimität haben. Vielleicht haben wir auch nicht gelernt, uns anderen zu öffnen. Vielleicht wissen wir einfach nichts mit uns selbst etwas anzufangen.
Muss das sein? Nein! Egal, weshalb wir auch immer alleine oder einsam sind oder uns fühlen, wir können der Einsamkeit und Isolation vorbeugen. Und wir können auch lernen, uns aus dem Gefängnis der Einsamkeit zu befreien, bevor wir darin verkümmern und daran zerbrechen. Wir müssen es nur wollen.
Schritte aus Isolation und Einsamkeit
Schritt 1: Werde aktiv
Wer mit Nichtstun oder mit wenigen und zudem noch eintönigen Dingen die Zeit totschlägt, kommt sich bald nutzlos vor. Die Folge sind Frust und Langeweile. Langeweile und Einsamkeit gehen nicht nur gerne Hand in Hand, sie sind fast immer Eins.
Wer seinen Tag so abwechslungsreich wie möglich gestaltet, beugt der Langeweile vor. Er hat eher das Gefühl, dass sich der Zeiger der Uhr viel zu schnell dreht, der Tag viel zu schnell vergeht. Wer aktiv ist, hat keine Zeit für lange Weile – und auch nicht für Einsamkeit
Schritt 2: Öffne Dich
Einsamkeit ist kein Makel und nichts, wofür wir uns schämen müssen. Aber sie entsteht häufig dadurch, dass wir nicht offen und ehrlich sagen, was wir denken und wie wir uns fühlen. Warum? Ganz einfach, weil sie sich nicht trauen, über ihre Gefühle zu sprechen.
Ist es dir peinlich, über deine Einsamkeit zu sprechen? Vergiss deine Angst! Du bist in bester Gesellschaft. Vielen Menschen geht es wie dir. Wenn du über deine Einsamkeit sprichst, wirst du vielleicht feststellen, dass auch die andere sich plötzlich trauen, offen über ihre Einsamkeit zu sprechen. Mehr noch: Du wirst merken, wie dein Gefühl der Einsamkeit sich in Luft auflöst.
Schritt 3: Gehe auf andere zu
Um der Isolation zu entgehen, müssen wir jede Gelegenheit nutzen. Doch das ist für viele von uns gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn es uns schwerfällt, auf andere zuzugehen.
„Smalltalk“ kann Tür und Tor öffnen. Wenn du auf andere Menschen zugehst und mit ihnen ins Gespräch kommst, interessiert zuhörst und auch ein wenig über dich erzählst, wirst du bald merken, dass es auch in deiner Umgebung viele nette Menschen gibt.
Schritt 4: Finde Freunde
Freundschaften sind eine Quelle, aus der wir Freude und Energie schöpfen können. Aber gute Freunde gibt es nicht an jeder Straßenecke. Sie sind schwer zu finden. Was also können wir tun?
Pflege bewusst deine alten Freundschaften! Und wenn du neue Freunde gewinnen möchtest, gehe unter Menschen. Besuche ein Café oder eine Eisdiele, mach einen Spaziergang durch den Park oder einen Schaufensterbummel. Oder sieh dich einfach dort um, wo du eh normalerweise bist: in der Nachbarschaft, auf dem Wochenmarkt, auf dem Sportplatz oder in der Sauna.
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Sieben Schritte aus dem Gefängnis der Einsamkeit
Es soll Menschen geben, die gerne alleine sind. Die meisten sind es eher nicht. So gut wie jeder von uns kennt das Gefühl der Einsamkeit. Aber niemand ist dem Alleinsein oder der Einsamkeit ausgeliefert. Jeder kann aktiv dagegen angehen. Dieser kleine Ratgeber zeigt, wie jeder sich selbst aus dem Gefängnis der Einsamkeit befreien kann. Dazu gibt nützliche Tipps und praktische Anleitungen für die Zeit des Alleinseins
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
