Wenn der kleine Hicks nervt…

Jeder kennt und ärgert sich über ihn. Er ist nervig und kommt immer dann, wenn wir ihn am wenigsten brauchen. Aber was hat es damit auf sich? Warum haben wir überhaupt Schluckauf und welche Hausmittel gibt es gegen den kleinen Hicks?
Jeder von uns hat schon einmal Schluckauf, du sicher auch – diesen lästigen Hickser, der manchmal lustig aber meist voll nervig ist. Er dauert er in der Regel nur ein paar Minuten und ist meistens absolut harmlos. Aber woher kommt er eigentlich? Das unangenehme Hicksen hat seinen Ursprung im Zwerchfell. Ein ruckartiges Zusammenziehen sorgt hier dafür, dass sich das Brustkorbvolumen vergrößert. Die Folge ist ein Unterdruck, der durch die geöffnete Stimmritze Luft in die Lunge saugt. Dadurch entsteht das typische Schluckauf-Geräusch. Entspannt sich das Zwerchfell, kann die Luft wieder aus der Lunge strömen.
Schluckauf schon im Mutterleib
Der Schluckauf wird in medizinischer Fachsprache „Singultus“ genannt. Im Durchschnitt kann das hicksen rund vier- bis 60-mal pro Minute auftreten, wobei selten eine Krankheit hinter dem Phänomen steckt. Während der Schluckauf bei Erwachsenen vermutlich keine Funktion hat, fangen Ungeborene bereits im Mutterleib mit dem Hicksen an. Das soll dazu dienen, die Gehirnentwicklung zu fördern und den Atemreflex zu trainieren. Daneben gibt es Theorien, dass Neugeborene häufiger Schluckauf haben, um Luft aus dem Magen zu bringen und beim Saugen mehr Milch aufzunehmen.
Alkohol und Nikotin können ein Auslöser sein
Der unangenehme Schluckauf hat seinen Ursprung im Zwerchfell. Ein ruckartiges Zusammenziehen sorgt hier dafür, dass sich das Brustkorbvolumen vergrößert. Die Folge ist ein Unterdruck, der durch die geöffnete Stimmritze Luft in die Lunge saugt. Dadurch entsteht das typische Schluckauf-Geräusch. Entspannt sich das Zwerchfell, kann die Luft wieder aus der Lunge strömen.
Schluckauf hat in der Regel harmlose Ursachen. Ausgelöst wird der Reflex zum Beispiel durch zu viel oder zu schnelles Essen und Trinken. Dabei stellt sich zum Beispiel das Bild des Betrunkenen mit Schluckauf als gar nicht so falsch heraus. Denn Alkohol und Nikotin können wie auch heiße und kalte Speisen oder hastiges Essen und Schlucken den Zwerchfellnerv reizen und das Hicksen auslösen. Aber auch Lampenfieber, Stress oder Angst und ganz einfach Aufregung können dafür sorgen, dass wir drauf los hicksen müssen Seltener sind Erkrankungen wie Sodbrennen oder Entzündungen in Magen und Speisröhre die Ursache.
Tipps gegen den Schluckauf
Hausmittel, Tipps und gute Ratschläge gegen den nervigen Schluckauf gibt es viele: Fünf bis zehn Sekunden lang die Luft anhalten. Ein Glas kaltes Wasser trinken. Einen Löffel mit Essig und Zucker in den Mund stecken und langsam schlucken. Oder sich erschrecken lassen. Hartgesottene beißen in eine Zitrone. andere legen sich auf den Rücken und ziehen die Knie an den Bauch. Manche zählen von 100 rückwärts herunter und überlegen, was sie vorgestern zu Mittagessen hatten. Ganz skurrile Ratschläge: An zehn Männer mit Glatze denken oder wie ein Hund hecheln.
Tatsächlich können sogar einige dieser Tipps wirklich helfen, den Schluckauf zu beseitigen. Sie sorgen dafür, dass sich die Atmung beruhigt und sich das Zwerchfell entspannt. So kann sich der Krampf im Zwerchfell auch beim Atmen in eine Tüte lösen und die Atmung entspannen. Und schon ist der Hicks weg.
Fazit: Es gibt viele Gründe Schluckauf zu bekommen und noch mehr Methoden, um ihn wieder loszuwerden. Oft klappt es, jedoch nicht immer und nicht bei jedem. Was bei dir am besten funktioniert, musst du selbst herausfinden.
Wichtiger Hinweis: Ein Schluckauf, der nach wenigen Minuten wieder verschwindet, ist nicht weiter bedenklich. Wenn er aber länger als einen Tag anhält oder von Symptomen wie Übelkeit, Kopschmerzen oder Schwindel begleitet wird, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
