Braintraining: Fit im Kopf

Pimp your brain! Der Slogan ist neu, die Idee nicht. Spätestens seit Hirnforscher dem Gehirn beim Denken zusehen können, kann auch wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass gezieltes Training des Gehirns seine Leistungsfähigkeit verbessern kann. Die Frag ist nur, mit welchen Mitteln und Methoden. Ist Gehirnjogging, wie es vielfach angeboten und gepriesen wird, wirklich der Königsweg zu mehr geistiger Fitness und Intelligenz?

Die einen versprechen ein zielgerichtetes Kopf-Training, das nicht nur das Gedächtnis verbessern, sondern auch den IQ erhöhen kann. Andere werben mit einem 6-wöchigen Kurs, der die Gehirnleistung vervielfachen und uns sogar multitaskingfähig machen soll. Klar, wer von uns wäre das nicht gerne? Nur kann kein Mensch mit Gehirnjogging die Intelligenz steigern. Und Multitasking ist auf Grund der Funktionsweise des menschlichen Gehirns überhaupt nicht möglich.

Die gute Nachricht: Auch wenn sich niemand von uns zum Genie trimmen kann, so lassen sich bestimmte Gehirnfunktionen wie das Gedächtnis tatsächlich sehr gut trainieren. Dabei kann Gehirnjogging helfen, die kleinen „grauen Zellen“ anzuregen und anzuschieben. Wir können damit auch ganz spezielle Fertigkeiten trainieren und lernen – zum Beispiel uns eine lange Liste von Wörtern zu merken.

Nur hilft uns das nicht viel, wenn wir uns daran zu erinnern versuchen, wo der Autoschlüssel geblieben ist. Was bringt es dir, wenn du dir den Namen von deutschen Bundespräsidenten oder die Bedeutung chinesischer Schriftzeichen besser merken kannst als deinen Hochzeitstag oder den Namen deiner Schwiegermutter? Wäre es da nicht besser, etwas zu üben, das sinnvoll ist und das du auch im Alltag anwenden kannst – etwa Gitarre spielen oder Spanisch lernen.

Keine Frage – geistige Fitness ist genauso wichtig, ja noch wichtiger als körperliche Fitness. Doch wir erreichen sie nicht alleine durch Gehirnjogging, und erst recht nicht durch sinnlose Übungen, die zudem meist keinen Spaß machen. Du kannst dein Hirn nicht über längere Zeit zu etwas zwingen, das du nicht magst.

Wir benötigen für unseren Kopf ein Programm, das die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns fördert und gleichzeitig optimal auf den Alltag ausgerichtet ist. Dazu gehören spielerische Übungen, die Spaß machen und gleichzeitig mehr als nur ein netter Zeitvertreib sind, ebenso wie fordernde Aufgaben, die sich in den Alltag integrieren lassen. Und auch und vor allem richtiges Lernen. Nicht zuletzt ist regelmäßige Bewegung gefragt, die nicht nur die Durchblutung des Gehirns stärkt, sondern auch die Bildung neuer Blutgefäße und Nervenzellverbindungen fördert. Und natürlich auch eine gesunde Ernährung, die das Gehirn mit dem nötigen Futter versorgt. Kurzum: Ein ganzheitliches Aktivierungs- und Trainingsprogramm, das Spaß macht – und auch wirklich funktioniert.


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Das Aktivierungsprogramm für dein Gehirn

Wer rastet, der rostet. Das gilt auch für den Kopf – besser gesagt das Gehirn. Es muss wie ein Auto gewartet und gepflegt werden, damit es nicht einrostet. Das sogenannte „Gehirnjogging“ kann ohne Zweifel einen Teil dazu beitragen. Es kann ein gutes Aufwärm- und Lockerungstraining sein. Doch zu einem echten Gehirn-Training gehört mehr. Was genau, verrät dir dieser kompakte Ratgeber. Und auch, wie du dein persönliches Fitnessprogramm für Kopf und Geist erfolgreich gestaltest.


INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG