Wenn Stress auf den Magen schlägt

Noch nie etwas vom Zusammenhang zwischen Stress, Magen und Darm gehört? Nicht ohne Grund stößt uns so manches auf, es schlägt uns auf den Magen oder wir haben die Hosen voll. Der Grund für Durchfall und Magenschmerzen sind Verdauungsprobleme durch ungesunden Stress – zum Beispiel unter massivem Leistungsdruck.
Negative Darmreaktion
Dass Stress auf Magen und Darm schlägt, ist in der Evolution angelegt: Wenn Leistung gefordert wird, schüttet der Körper Stresshormone aus. Diese wirken auf das Nervensystem, damit wir in Gefahrensituationen konzentriert und leistungsstark handeln. Da das Verdauungssystem in solchen Momenten nicht gebraucht wird, wird es schlechter durchblutet und nicht gut von den Nerven versorgt. Das kann schnell zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfen und mehr führen.
Magen, Darm und Psyche
Verdauungsprobleme in Stresssituationen sind weit verbreitet. In den meisten Fällen lassen die Beschwerden nach, sobald die Stresssituation vorbei ist. Symptome wie Durchfall und Erbrechen sind dann gesundheitlich nicht gefährlich, können aber auf Dauer extrem belasten. Problematisch wird es, wenn Betroffene immer wieder in Stresssituationen kommen und nicht mehr gegenregulieren können.
Im Extremfall können Verdauungsprobleme zu einem Selbstläufer werden: Sobald du nur ahnst, in eine Stresssituation geraten zu können, geht der Ärger los. Und ist die Angst vor einer Stresssituation – beispielsweise vor einer Prüfung – erst mal da, neigt sie dazu, auch zu bleiben und immer wieder auch in anderen Situationen aufzutauchen. Dann kann schon ein aufgeblähter Bauch sofort unsere Stimmung trüben, übermäßiger Stress zu Magen-Darm-Beschwerden führen und diese wiederum mittelfristig unsere psychische Gesundheit beeinflussen. Im schlimmsten Fall entwickelt sich so ein nur schwer zu durchbrechender Kreislauf.
Was tun bei Bauchweh?
Wenn es im Magen oder Darm drückt und zwickt, wünscht sich jeder eine schnelle Linderung. Ob Stress, zu große Mahlzeiten oder stark fetthaltiges Essen: Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Genau so viele natürliche Mittel und Wege gibt es, den Probleme in Magen und Darm vorzubeugen oder die Schmerzen zu lindern.
Bei Bauchweh und Bauchkrämpfen können bewährte Hausmittel wie Kräutertees, eine Wärmflasche, ein warmer Wickel oder ein Kirschkernkissen schnelle Linderung bringen. Gegen stressbedingte Verdauungsbeschwerden und die Angst davor können Entspannungsübungen und Medidation ebenso wie ein gesundes Essverhalten helfen. Mit genussvollem Essen in ruhiger Atmosphäre und bewusstem Kauen können wir negativen Auswirkungen auf die Verdauung vorbeugen.

Tipps aus der Praxis für die Praxis
- Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf dein Essen und genieße es mit allen Sinnen! Das regt nicht nur die Sinne, sondern auch die Verdauung an.
- Hör auf deinen Körper und vermeide Lebensmittel, die bei dir Beschwerden auslösen! Das können zum Beispiel Milchprodukte, Bohnen, Linsen, Kohl, Brokkoli oder andere Lebensmittel sein, die zu Blähungen führen.
- Versuche regelmäßige Bewegung, Atemübungen, Yoga oder Meditation in deinen Alltag einzubauen. Das hilft Stress abzubauen.
- Probiere einfach verschiedene Methoden aus und finde deine ganz persönliche Strategie!
- Wenn du es alleine nicht schaffst, Stress und Ängsten abzubauen, sprich mit deiner Ärztin oder deinen Arzt, um Hilfe zu bekommen!

INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
