Wohin mit der Angst?
Jeder Mensch hat Ängste und Sorgen. Manchmal sind sie jedoch unbegründet und nehmen überhand. Beide Arten von Angst können wir überwinden, indem wir uns ihnen stellen. In den meisten Fällen reicht es schon, sie genauer anzuschauen und zu verstehen.

Was macht uns Angst? Es sind unsere Gedanken, durch die wir unsere Ängste hervorrufen. Wir haben von Natur aus eine gesunde Angst vor gefährlichen Situationen, aber auch eine erlernte und antrainierte, übertriebene und unangemessen Angst vor unangenehmen Ereignissen oder dem Unbekannten.
Gesunde Angst als Warnsignal
Angesichts von Druck, Stress oder eines Augenblicks, den wir als bedenklich wahrnehmen und der uns verunsichert, schüttet unser Körper vermehrt Hormone wie etwa Adrenalin aus. Herzschlag und Blutdruck steigen, die Bronchien erweitern sich und unser gesamter Stoffwechsel läuft beschleunigt ab.
Wir kennen es alle: Der Atem stockt, das Herz schlägt buchstäblich bis zum Hals und wir spüren den Kloß in der Kehle. Doch genau diese Anzeichen helfen uns dabei, eine Situation besser einzuschätzen und im Ernstfall die richtige Entscheidung zu treffen. Angst ist also ein ebenso wichtiges Warnsignal wie etwa Schmerz, der uns zur Vorsicht mahnt.
Wenn Angst krank macht
Generell ist Angst nicht zwingend eine Krankheit. Solange sie klar nachvollziehbare Auslöser sowie Gründe hat und situationsgebunden auftritt, gehört sie zu unserem täglichen Begleiter und ist sogar ein positiver Schutzreflex. Wenn innere Unruhe oder Angstgefühle jedoch ohne ersichtliche, konkrete Ursache auftreten oder gar länger anhalten, können wir tatsächlich seelisch und körperlich krank werden. Beginnen sich Angstgefühle regelrecht zu verselbstständigen, nehmen sie Körper und Seele irgendwann komplett in Beschlag. Spätestens an diesem Punkt kann eine ernste Angststörung vorliegen.
Angstgefühle verabschieden
An einem Tag beschleichen uns die Ängste ganz leise, an anderen Tagen jagen sie uns, manchmal scheinen sie uns zu überrollen. Und da Angst ein sehr unangenehmes Gefühl ist, versuchen wir sie mit den verschiedensten Mitteln zu bekämpfen. Wir versuchen es – weil wir es nicht anders gelernt haben – mit dem Griff zur Zigarette, zur Flasche oder zur Tablette. Es sind nicht nur die falschen Mittel, es ist auch der falsche Weg.
Furcht und Angst haben in den meisten Fällen weniger mit dem Heute zu tun als viel mehr mit der Vergangenheit oder der Zukunft. Es sind Gefühle, von denen wir uns gut und gerne verabschieden können, weil es für sie hier und jetzt keinen vernünftigen Grund gibt –weder für die Angst vor dem schwarzen Mann aus Kindertagen noch die Furcht vor dem Weltuntergang im nächsten Jahr.

PRAXIS-TIPP: Eine ebenso praktische wie einfache Methode mit Angstgefühlen umzugehen ist, sie zu beschreiben und dann zu „verbrennen“. Nimm einen Zettel und schreibe einfach auf, wovor du genau Angst hast! Du wirst feststellen, dass es fast nur unbegründete oder undefinierbare Ängste sind, die sich in dir festgesetzt haben. Knülle den beschriebenen Zettel zusammen und verbrennen ihn! Und siehe da: Deine Ängste lösen sich im wahrsten Sinne des Wortes in Asche auf!
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Zum Teufel mit Ärger, Angst und Sorgen
Obwohl jeder weiß, dass wir nichts – außer schlaflosen Nächten, Kopfschmerzen, Falten oder Schlimmeres – gewinnen, wenn wir uns Sorgen machen, tun wir es doch immer und immer wieder. Manchmal unbewusst, meistens aber bewusst und völlig unnötig. Gehörst Du auch zu den Menschen, die sich über sinnlose und unnötige Dinge Gedanken machen? Ärgerst du dich und weißt manchmal selbst nicht wieso und worüber? Hast du Angst vor unglaublich vielen Dingen? Wenn ja, dann kann dir dieser Ratgeber aus der Reihe „Praxis Lebensfreude“ helfen, deine Sorgen erheblich zu verringern, deine Ängste zu überwinden und deinen Ärger zu vertreiben.
INSTITUT FÜR PRAKTISCHE LEBENSHILFE (IFPL) BERG
